Das Weingut
1997 brachte meine Familie die ersten Trauben für das eigene Weingut ein. Die Vorfahren waren wahrscheinlich schon vor 600 Jahren aus der Steiermark eingewandert und 19 Generationen von Schnaitmännern und -frauen sind in den Fellbacher Kirchenbüchern als Bürger und Weingärtner belegt, ältere Aufzeichnungen gingen verloren.
1997 war aber trotz dieser großen Tradition der erste Jahrgang unter eigenem Label.
Mit dem ersten Jahrgang gelang die Aufnahme in den „Gault Millau“, der Spätburgunder aus dem Lämmler heimste die ersten Preise ein, das junge Weingut war immer schnell ausverkauft und gute Weinberge, meist von Verwandtschaftsseite, konnten erworben oder gepachtet werden.
Doch der vierte Jahrgang fiel zunächst aus. Am 5. Juni 2000 zerstörte eine Hagelunwetter sämtliche Fellbacher Weinberge.
Aus heutiger Sicht erstaunlich unbeeindruckt wurde ich im Remstal auf der Suche nach Ersatz fündig, der Jahrgang gelang und die besten Lagen versuchte ich, meist mit Erfolg, im Betrieb zu behalten. So entstand der zweite große Schwerpunkt unseres Weinbaus, weiter im Remstal in Schnait, Beutelsbach und Strümpfelbach.
2006 nahm mich der VDP als bis dahin jüngstes Weingut in seine Reihen auf. Eine große Ehre und Verpflichtung, die Qualität in jeder Hinsicht weiter auszubauen.
Von ehemaligen Praktikanten kamen Weinberge im Zabergäu hinzu, die das Hagelrisiko weiter verringerten und neue „Unterländer“ Aspekte von Boden und Klima mitbrachten. So sind es inzwischen um die 26 ha auf oft vielen kleinen Parzellen, die wir mit einem großen Team sämtlich biologisch bewirtschaften.









