Vorsicht, Zecken! Richtige Maßnahmen schützen.
Wenn Zecken stechen, können sie Krankheiten wie Borreliose und FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) übertragen. Nach Zahlen der AOK sind 326 Personen im Jahr 2022 im Landkreis Böblingen an Borreliose erkrankt. Laut dem RKI wurden im letzten Jahr 125 FSME-Fälle in Baden-Württemberg gemeldet, davon vier Fälle aus dem Landkreis. Auffallend ist die niedrige Impfquote: Nur 91,2 Prozent (114 von 125 Erkrankten) der landesweit an FSME-Erkrankten waren geimpft. Der Landkreis Böblingen ist ein FSME-Risikogebiet. Für Kinder und Erwachsene empfiehlt die AOK Stuttgart-Böblingen wie auch die STIKO (Ständige Impfkommission) eine Schutzimpfung gegen FSME. Die AOK trägt die Kosten der Impfung.
„Zum Schutz vor Stichen und möglichen Infektionen sollten geschlossene Schuhe, lange Hosen und Oberbekleidung mit langen Ärmeln getragen werden – vor allem bei Aktivitäten und Aufenthalten auf Wiesen, im Wald, an Waldrändern sowie in Grünanlagen mit Büschen und Bäumen “, so Dr. Bier. Zusätzlich kann man sich schützen, wenn man die Hosenbeine in die Socken steckt. Helle Kleider helfen, nach einem Ausflug die Zecken leichter zu entdecken, so der Mediziner. Zeckensprays bringen nur für wenige Stunden einen gewissen Schutz und oft werden bei der Anwendung die Haaransätze vergessen. „Auch wenn man ein Zeckenspray verwendet hat, sollte man nicht auf die sonst üblichen Vorsichtsmaßnahmen verzichten.“, sagt Dr. Ralph Bier.
Kommt es doch zum Zeckenstich, sollte sie so schnell wie möglich mit einer Zeckenpinzette oder Zeckenkarte entfernt und die Wunde sorgfältig desinfiziert werden. „Dabei sollte die Zecke möglichst nicht gedreht werden. Auf keinen Fall sollte man sie vor dem Entfernen mit Öl oder Klebstoff beträufeln, weil dies dazu führen könnte, dass die Zecke mögliche Krankheitserreger abgibt“, sagt der Mediziner Dr. Ralph Bier abschließend.
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