Studie: Drittklässler haben Defizite beim Lesen und Rechnen
Der Kommentar betont die Dringlichkeit eines Übergangs von Ankündigungen zu konkretem Handeln in der Bildungspolitik Baden-Württembergs, um das neue Sprachförderpaket erfolgreich zu gestalten. Es wird kritisiert, dass bisherige Projekte lediglich umbenannt wurden und betont, dass mehr Maßnahmen notwendig sind, darunter verpflichtende und kostenlose Nachhilfe für Kinder mit Leistungsdefiziten, mehr Unterrichtsstunden für Mathe und Deutsch sowie Poolstunden für Grundschulen.
Weiterhin wird die grün-schwarze Bildungspolitik der vergangenen Jahre als von Stillstand, Zögern und Ignoranz geprägt beschrieben, was sich in schlechten Ergebnissen zahlreicher Bildungsstudien und aktuell in den Vergleichsarbeiten der dritten Klasse widerspiegele. Ein Viertel der Drittklässler erreiche die Mindeststandards in grundlegenden Fähigkeiten wie Schreiben, Rechnen und Zuhören nicht, was als Armutszeugnis für ein wohlhabendes Land wie Baden-Württemberg gewertet wird.
Obwohl die landesspezifischen Ergebnisse noch abgewartet werden müssen, wird befürchtet, dass Baden-Württemberg erneut kein Vorbild für erfolgreiche Bildungspolitik sein wird, da sich seit den letzten VERA-3-Ergebnissen aus dem Jahr 2022 wenig im frühkindlichen und Grundschulbereich getan hat.
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