Stuttgart ist Deutschlands digitalste Großstadt
Stuttgart setzt sich im Smart City Index 2026 an die Spitze: Die Landeshauptstadt erreicht 92,8 Punkte und verweist München und Hamburg auf die Plätze.
Stuttgart hat im bundesweiten Vergleich der digitalen Großstädte den Sprung an die Spitze geschafft. Im aktuellen Smart City Index 2026 des Digitalverbands Bitkom landet die Landeshauptstadt mit 92,8 Punkten auf Rang eins und ist damit Deutschlands digitalste Großstadt.
Für Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper ist die Entwicklung ein deutlicher Beleg für den eingeschlagenen Kurs: „Stuttgart wird in Sachen Digitalisierung besser und besser – von Platz sieben im Jahr 2024 über Platz drei im Jahr 2025 jetzt sogar zum digitalen Champions-League-Sieg!“
Besonders bemerkenswert: Stuttgart gehört als einzige Stadt in allen fünf untersuchten Bereichen zu den zehn bestplatzierten Kommunen. Bewertet werden die Kategorien Verwaltung, Energie und Umwelt, IT und Kommunikation, Mobilität sowie Gesellschaft und Bildung.
Stark in Verwaltung, Mobilität und Bildung
Mit 98 Punkten erzielt Stuttgart in der Verwaltung sein bestes Ergebnis. In diesem Bereich klettert die Stadt im Vergleich zum Vorjahr um zwölf Plätze nach oben und landet auf Rang drei. Unter anderem wurden sämtliche abgefragten Leistungen nach dem Onlinezugangsgesetz berücksichtigt. Auch bei der IT-Sicherheit konnte Stuttgart zusätzliche Punkte sammeln.
In den weiteren Kategorien erreicht die Landeshauptstadt 87,7 Punkte bei Energie und Umwelt, 88,5 Punkte bei IT und Kommunikation, 93,8 Punkte bei Mobilität sowie 96,2 Punkte bei Gesellschaft und Bildung.
Auch bei den Einzelrankings ist Stuttgart mehrfach weit vorne vertreten: In den Bereichen IT und Kommunikation reicht es für Platz sechs, bei Gesellschaft und Bildung für Rang sieben und bei der Mobilität für Rang acht.
Erster Bürgermeister Dr. Fabian Mayer wertet das Ergebnis als Anerkennung für die kontinuierliche Arbeit der vergangenen Jahre: „Platz eins im Smart City Index ist ein grandioser Erfolg für Stuttgart. Er ist Anerkennung und Ansporn zugleich.“
Gleichzeitig betont Mayer, Digitalisierung müsse einen konkreten Nutzen bringen: „Sie soll das Leben der Menschen einfacher machen, die Verwaltung besser erreichbar machen und Stuttgart als modernen, leistungsfähigen und attraktiven Standort stärken.“
Digitale Projekte mit praktischem Nutzen
Der Spitzenplatz kommt nicht von ungefähr. Stuttgart hat in den vergangenen Jahren Strukturen geschaffen, um die Digitalisierung innerhalb der Verwaltung zentral zu steuern und gleichzeitig in den einzelnen Ämtern voranzutreiben.
Ein Beispiel ist der Digitale Zwilling für Mobilität und Umwelt. Unterschiedliche Daten werden miteinander verknüpft und können für Analysen und Simulationen genutzt werden. Das soll unter anderem bei der Stadtentwicklung sowie bei Planungen für Mobilität und Umwelt helfen.
Auch im Bereich Energie und Umwelt liegt Stuttgart bundesweit ganz vorne. Digitale Wärmeplanung und ein Energiemonitoring für kommunale Gebäude gehören zu den Projekten, die zum guten Abschneiden beitragen. Bei der E-Mobilität zählt Stuttgart ebenfalls zu den fünf führenden Großstädten.
Über das Open-Data-Portal stellt die Stadt zudem zahlreiche Daten öffentlich zur Verfügung. Diese können von Bürgern, Unternehmen und Forschungseinrichtungen für eigene Anwendungen und neue digitale Angebote genutzt werden.
Virtuelles Amt und digitale Schulen
Digitalisierung soll dabei nicht nur hinter den Kulissen stattfinden. Über das Virtuelle Amt können sich Bürgerinnen und Bürger beispielsweise per Videoberatung zu ausgewählten Verwaltungsangeboten informieren – unabhängig davon, wo sie sich gerade befinden.
Auch die Stuttgarter Schulen profitieren vom Ausbau der digitalen Infrastruktur. Moderne Ausstattung und leistungsfähige IT-Netze sollen einen zeitgemäßen Einsatz digitaler Medien im Unterricht ermöglichen.
Thomas Bönig, Leiter des Amts für Digitalisierung, Organisation und IT sowie Chief Digital Officer der Stadt, sieht im ersten Platz deshalb vor allem einen Erfolg der breiten digitalen Entwicklung: „Der erste Platz zeigt, dass Digitalisierung in Stuttgart nicht nur in einzelnen Vorzeigeprojekten stattfindet, sondern in der Breite Wirkung entfaltet.“
Künstliche Intelligenz als nächster Schritt
Auf dem Erfolg will sich die Stadt nicht ausruhen. Künstliche Intelligenz soll künftig stärker dort eingesetzt werden, wo sie einen konkreten Mehrwert für Verwaltung und Bevölkerung bieten kann.
Stuttgart will damit die digitale Infrastruktur weiter ausbauen, Verwaltungsleistungen einfacher zugänglich machen und die Leistungsfähigkeit der Stadtverwaltung langfristig sichern.
Der Smart City Index wird von Bitkom jährlich erstellt und vergleicht die Digitalisierung deutscher Großstädte in den fünf Bereichen Verwaltung, Energie und Umwelt, IT und Kommunikation, Mobilität sowie Gesellschaft und Bildung.
Weitere Informationen zu den Digitalisierungsprojekten der Stadt gibt es im Digitalmonitor der Landeshauptstadt Stuttgart.
Text: M.C. Alten-Siegl
Fotocredits: OB Dr.F.Nopper / Schmucker, Rechte: Stadt Stuttgart
Fotocredits: Erster Bürgermeister Dr. F. Mayer / Thomas Niedermüller, Rechte: Stadt Stuttgart

