20. Juni 2025 / Wirtschafts-News

Smart Farming für alle: Wie kleine Betriebe groß denken können

Mehr Wettbewerbsfähigkeit, mehr Nachhaltigkeit, Tierwohl: Uni Hohenheim & HfWU zeigen, wie Digitalisierung in kleinen Agrar-Betrieben aussehen kann

Veröffentlicht am 20. Juni 2025 um 08:10 Uhr

Smart Farming für kleine Höfe – Wie Digitalisierung Tierwohl, Umwelt und Erträge verbessert

Uni Hohenheim und HfWU zeigen: Auch kleine landwirtschaftliche Betriebe können digital durchstarten

Drohnen, KI und Roboter sind längst keine Exoten mehr auf dem Acker – und künftig auch kein Luxus großer Agrarkonzerne. Das Forschungsprojekt DiWenkLa der Universität Hohenheim und der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU) zeigt eindrucksvoll: Auch kleinstrukturierte Höfe können von Digitalisierung profitieren – ökologisch, wirtschaftlich und tierfreundlich.

Ob Drohnen zur Krankheitsfrüherkennung, Roboter beim Gemüsepflanzen oder Apps zur Futterplanung für Weiderinder – digitale Tools helfen, Ressourcen zu schonen, das Tierwohl zu verbessern und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Voraussetzung: Die Technik muss bezahlbar und praxisnah sein.

„Wir haben auf marktfähige Lösungen gesetzt und sie an kleine Betriebe angepasst“, erklärt Projektleiter Prof. Dr. Enno Bahrs. Kooperationen – etwa beim Drohneneinsatz – senken zusätzlich die Einstiegshürden.

Auch beim Tierwohl hilft Hightech: Sensoren messen Futterqualität direkt auf der Weide, Apps berechnen die nötige Zufütterung – für gesündere Tiere und weniger Umweltbelastung. Doch eins bleibt klar: „Technik ersetzt nicht das Engagement der Landwirt:innen“, betont Tierhaltungsexpertin Prof. Dr. Eva Gallmann.

Das Projekt lief über fünf Jahre in zwei Modellregionen: der Metropolregion Stuttgart und dem Südschwarzwald – stellvertretend für unterschiedliche Agrarstrukturen. Gefördert wurde es vom Bundeslandwirtschaftsministerium mit insgesamt 5,5 Millionen Euro.

Fazit: Smart Farming ist kein Zukunftstraum – auch kleine Höfe können heute schon digital groß denken.

Bildnachweis Uni Hohenheim Wolfram Scheible

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