Smart Farming für kleine Höfe – Wie Digitalisierung Tierwohl, Umwelt und Erträge verbessert
Uni Hohenheim und HfWU zeigen: Auch kleine landwirtschaftliche Betriebe können digital durchstarten
Drohnen, KI und Roboter sind längst keine Exoten mehr auf dem Acker – und künftig auch kein Luxus großer Agrarkonzerne. Das Forschungsprojekt DiWenkLa der Universität Hohenheim und der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU) zeigt eindrucksvoll: Auch kleinstrukturierte Höfe können von Digitalisierung profitieren – ökologisch, wirtschaftlich und tierfreundlich.
Ob Drohnen zur Krankheitsfrüherkennung, Roboter beim Gemüsepflanzen oder Apps zur Futterplanung für Weiderinder – digitale Tools helfen, Ressourcen zu schonen, das Tierwohl zu verbessern und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Voraussetzung: Die Technik muss bezahlbar und praxisnah sein.
„Wir haben auf marktfähige Lösungen gesetzt und sie an kleine Betriebe angepasst“, erklärt Projektleiter Prof. Dr. Enno Bahrs. Kooperationen – etwa beim Drohneneinsatz – senken zusätzlich die Einstiegshürden.
Auch beim Tierwohl hilft Hightech: Sensoren messen Futterqualität direkt auf der Weide, Apps berechnen die nötige Zufütterung – für gesündere Tiere und weniger Umweltbelastung. Doch eins bleibt klar: „Technik ersetzt nicht das Engagement der Landwirt:innen“, betont Tierhaltungsexpertin Prof. Dr. Eva Gallmann.
Das Projekt lief über fünf Jahre in zwei Modellregionen: der Metropolregion Stuttgart und dem Südschwarzwald – stellvertretend für unterschiedliche Agrarstrukturen. Gefördert wurde es vom Bundeslandwirtschaftsministerium mit insgesamt 5,5 Millionen Euro.
Fazit: Smart Farming ist kein Zukunftstraum – auch kleine Höfe können heute schon digital groß denken.
Bildnachweis Uni Hohenheim Wolfram Scheible

