Porsche schärft sein Profil: Strategie 2035 soll Profitabilität und Widerstandskraft stärken
Die Porsche AG stellt die Weichen für die kommenden Jahre neu. Auf der Hauptversammlung hat Vorstandsvorsitzender Dr. Michael Leiters die Grundzüge der neuen Strategie 2035 vorgestellt. Ziel ist es, den Sportwagenhersteller langfristig profitabel aufzustellen und gleichzeitig widerstandsfähiger gegenüber den Herausforderungen eines sich wandelnden globalen Marktes zu machen.
Im Mittelpunkt stehen drei strategische Säulen, die künftig das Handeln des Unternehmens prägen sollen: Marke und Kunde, Produkte und Technologie sowie Unternehmen und operatives Geschäft.
Rückbesinnung auf die Sportwagen-DNA
Mit der ersten Säule rückt Porsche seine Markenidentität stärker in den Fokus. Das Unternehmen will sich künftig noch konsequenter auf jene Eigenschaften konzentrieren, die die Marke weltweit erfolgreich gemacht haben. Im Zentrum steht dabei das Fahrerlebnis. Während viele Hersteller verstärkt auf autonome Technologien setzen, möchte Porsche seine Position als Marke für Menschen stärken, die das aktive Fahren als emotionales Erlebnis verstehen.
Diese klare Ausrichtung soll das Profil der Marke weiter schärfen und die Bindung zu bestehenden sowie neuen Kundengruppen stärken.
Weniger Varianten, mehr Fokus bei Produkten
Auch die Produktstrategie wird neu ausgerichtet. Porsche plant, die Zahl der Modellvarianten und Derivate zu reduzieren und das Portfolio stärker zu fokussieren. Damit reagiert der Sportwagenbauer auf die zunehmende Komplexität im Automobilmarkt und will Entwicklungsressourcen gezielter einsetzen.
Die Konzentration auf besonders relevante Baureihen und Technologien soll nicht nur die Effizienz steigern, sondern auch die Innovationskraft stärken. Gleichzeitig sollen Investitionen noch gezielter dort eingesetzt werden, wo sie den größten Mehrwert für Kunden und Unternehmen schaffen.
Schlankere Strukturen für mehr Wettbewerbsfähigkeit
Die dritte Säule der Strategie betrifft die Organisation selbst. Porsche plant eine umfassende Verschlankung von Strukturen und Prozessen. Das Unternehmen will seine Organisation konsequent auf das Kerngeschäft ausrichten und Entscheidungswege verkürzen.
Durch den Abbau von Komplexität und effizientere Abläufe soll die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens langfristig gestärkt werden. Gerade in einem Umfeld, das von geopolitischen Unsicherheiten, technologischen Umbrüchen und einem intensiven Wettbewerbsdruck geprägt ist, sieht Porsche hierin einen entscheidenden Erfolgsfaktor.
Prognose für 2026 bestätigt
Trotz der weiterhin anspruchsvollen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen hält Porsche an seiner Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2026 fest. Das Unternehmen signalisiert damit Vertrauen in die eigene Strategie und die operative Entwicklung.
Auch die Aktionäre sollen von der Geschäftsentwicklung profitieren. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen für das Geschäftsjahr 2025 eine Dividende von 1,00 Euro je Stammaktie sowie 1,01 Euro je Vorzugsaktie vor.
Mit der Strategie 2035 setzt Porsche auf eine klare Botschaft: weniger Komplexität, mehr Konzentration auf die Kernkompetenzen und eine konsequente Weiterentwicklung der Marke in einem zunehmend herausfordernden Automobilmarkt. Für den Stuttgarter Sportwagenhersteller beginnt damit die nächste Phase seiner Transformation – mit einem deutlichen Fokus auf Profitabilität, Effizienz und die eigene Identität.
Fotocredits: Porsche Newsrooms

