OMD in Stuttgart: Synthpop-Klassiker treffen auf einen besonderen Sommerabend
Die 80er-Jahre waren am Mittwochabend auf der Freilichtbühne Killesberg musikalisch allgegenwärtig. Orchestral Manoeuvres in the Dark, besser bekannt als OMD, gastierten in Stuttgart und nahmen das Publikum mit auf eine Reise durch ihre jahrzehntelange Bandgeschichte. Als Vorgruppe sorgte Zoot Woman für den passenden elektronischen Auftakt.
Zoot Woman eröffnen den Konzertabend
Bereits vor dem Auftritt von OMD stimmte Zoot Woman die Besucher auf einen Abend voller elektronischer Sounds ein. Der Mix aus Synthpop, Dance und modernen Klängen passte hervorragend zur besonderen Atmosphäre auf dem Killesberg.
OMD feiern ihre großen Klassiker
Als OMD die Bühne betraten, wurde schnell deutlich, warum die britische Band bis heute eine treue Fangemeinde besitzt. Mit markanten Synthesizer-Melodien, eingängigen Rhythmen und der unverwechselbaren Stimme von Andy McCluskey präsentierten die Musiker einen Querschnitt durch ihre lange Karriere.
Songs wie „Enola Gay“, „Souvenir“ und „Maid of Orleans“ durften dabei natürlich nicht fehlen. Die großen Klassiker sorgten für zahlreiche bekannte Momente und machten deutlich, dass die Musik von OMD auch mehr als vier Jahrzehnte nach ihrer Entstehung nichts von ihrer Faszination verloren hat.
Musik zwischen Nostalgie und Gegenwart
OMD gelingt etwas, das nur wenigen Bands gelingt: Ihre Musik klingt unverkennbar nach den 80ern und gleichzeitig erstaunlich zeitgemäß. Zwischen melancholischen Melodien, treibenden Beats und elektronischen Klangwelten entstand auf dem Killesberg eine stimmungsvolle Mischung aus Nostalgie und Gegenwart.
Das Publikum nahm die musikalische Zeitreise dankbar an. Der Konzertabend war gut besucht, auch wenn die Freilichtbühne nicht ausverkauft war.
Hat die Sonnenfinsternis OMD die Show gestohlen?
Für eine kleine Kuriosität sorgte der Abend allerdings auch außerhalb der Bühne. Zeitgleich richteten sich viele Blicke in Stuttgart auf ein seltenes Himmelsschauspiel. Die partielle Sonnenfinsternis sorgte für zusätzliche Aufmerksamkeit und könnte den einen oder anderen vielleicht sogar vom Konzertbesuch abgehalten haben.
Ob die Sonnenfinsternis tatsächlich OMD ein paar Zuschauer „gestohlen“ hat, bleibt natürlich Spekulation. Sicher ist jedoch: Auf der Freilichtbühne selbst gehörte der Abend ganz der britischen Synthpop-Legende.
Ein Konzert mit besonderer Atmosphäre
OMD bewiesen in Stuttgart einmal mehr, dass große Popklassiker nicht automatisch zum alten Eisen gehören. Die Kombination aus bekannten Hits, elektronischen Sounds und der sommerlichen Kulisse des Killesbergs machte den Abend zu einem besonderen Konzerterlebnis.
Und während draußen der Himmel für einen Moment seine eigene Show veranstaltete, lieferten OMD auf der Bühne den passenden Soundtrack dazu.
Text: M.C. Alten-Siegl
Fotocredits: Ralf Alten

