Das Teilgebiet A3 im neuen Stadtteil Stuttgart Rosenstein nimmt konkrete Formen an: Am 3. März 2026 wurden die Ergebnisse des kooperativen Werkstattverfahrens offiziell vorgestellt. Zwei Planungsteams erhielten den ersten Preis für ihre zukunftsweisenden Konzepte. Seit dem 4. März sind alle vier erarbeiteten Entwürfe in der Ausstellung im Ausstellungsraum Stuttgart Rosenstein zu sehen.
Mehr als 150 Interessierte verfolgten die Präsentation der Siegerkonzepte. Prämiert wurden die Teams Atelier Le Balto mit Studio VlayStreeruwitz sowie HaasCookZemmrich Studio 2050 mit HenningLarsen und Transsolar. Beide Entwürfe stellen den Freiraum in den Mittelpunkt und setzen auf großzügige Grünflächen, nachhaltige Strukturen und flexible Nutzungen. Das Leitmotiv für das Areal lautet künftig „Labor für die Zukunft“.
Freiraum als prägendes Element
Die Konzepte verstehen den Außenraum als identitätsstiftendes Herzstück des Quartiers. Zwischen Manfred-Rommel-Platz und Europaquartier, in unmittelbarer Nähe zum künftigen Hauptbahnhof, soll ein markantes Eingangstor für den neuen Stadtteil entstehen. Grün- und Aufenthaltsflächen bilden dabei das verbindende Element zwischen Architektur, Kultur und Innovation.
Im Entwurf von Atelier Le Balto mit Studio VlayStreeruwitz steht das Prinzip „Boden wird Stadt“ im Fokus. Der vorhandene Boden wird als Ressource genutzt und vor Ort weiterverwendet, um CO₂-Emissionen zu reduzieren. Durch modellierte Plateaus entstehen flexible „Nutzungslabore“, in denen sich Werkstätten, Bildungsangebote und öffentliche Formate ansiedeln können.
HaasCookZemmrich Studio 2050 mit HenningLarsen und Transsolar setzen auf das Bild einer offenen „Stadtarena“. Versetzt angeordnete Baukörper schaffen vielfältige Plätze, Durchblicke und Verbindungen. Geplant sind unter anderem ein Zukunftslabor für Forschung, Co-Working und Bildung sowie ein Kulturhaus mit Bibliothek, Ateliers und Veranstaltungsflächen.
Von der Idee zur Umsetzung
Grundlage des Verfahrens war der internationale Ideenwettbewerb „Raum für Ideen“ aus dem Jahr 2024. Anders als klassische Wettbewerbe setzte das anschließende Werkstattverfahren seit Herbst 2025 auf intensiven Austausch zwischen vier interdisziplinären Teams und einem beratenden Gremium. Ziel war die Entwicklung einer tragfähigen Leitidee für einen gemeinwohlorientierten und zugleich wirtschaftlich stabilen Stadtbaustein.
Die beiden Erstplatzierten erhalten jeweils eine Prämie von 6.000 Euro. Eine Anerkennung ging zudem an das Team Cityförster mit Treibhaus für den Beitrag „Social Innovation Hub für Stuttgart“.
Die Empfehlung aus dem Werkstattverfahren wird nun dem Gemeinderat vorgelegt. Auf Basis des ausgezeichneten Nutzungskonzepts sollen eine Machbarkeitsstudie sowie ein Betriebs- und Akteurskonzept erarbeitet werden. Damit rückt das A3-Areal einen entscheidenden Schritt näher an die Realisierung.
Ausstellung bis 12. April
Alle vier Konzepte sind vom 4. März bis 12. April 2026 im Ausstellungsraum Stuttgart Rosenstein zu sehen. Die Sonderausstellung „Labor für die Zukunft“ ist dienstags bis sonntags jeweils von 12.30 bis 18 Uhr geöffnet.
Fotocredits: Dominique Brewing, Rechte: Stadt Stuttgart

