Stuttgarts Kleinkunstpreis „Der Goldene Bulle“ befindet sich aktuell in der dritten Runde! Regelmässig zeigen großartige Künstler und Künstlerinnen ihr Talent auf der Bühne. Bei jeder Veranstaltung treten zwei Kleinkünstler im Duell gegeneinander an und kämpfen um den begehrten Einzug ins große Finale. Und das Beste: das Publikum entscheidet mit, vergibt Punkte in verschiedenen Kategorien und bestimmt so mit, wer es ins Finale im Dezember schafft. Dort werden die Gewinner des Goldenen, Silbernen und Bronzenen Bullen gekürt – inklusive hochdotiertem Preisgeld!
Am 9. Februar präsentierte Kabarettist Christoph Sonntag im SpardaWelt Event Center in Stuttgart wieder zwei Künstler auf der Bühne.
Den Anfang machte Elena Seeger mit minimalistischen schwäbischen Liedern an der Gitarre. Die sympathische Künstlerin und schwäbische Chansonière aus dem Killertal auf der Schwäbischen Alb sang über ihre erste eigene Domain … für die sie „koin Cent“ bezahlt hat. Und über ihre bisher noch nicht stattgefunde Traumhochzeit. 5 Gänge sind ihr beim Hochzeitsmenü nicht genug … aber, das Problem, sie hat noch keinen Bräutigam gefunden. Was jedoch kein Hindernis für sie ist, denn in Japan gibt es mittlerweile Single-Hochzeiten! Zusammen mit ihr durfte das Publikum jammern und den ganzen Frust der letzten Monate rauslassen. Seit 2018 steht Seeger, die ursprünglich mal Lehrerin werden wollte, regelmässig auf den Brettern, die die Welt bedeuten.
Als zweites kam David Berlinghof auf die Bühne. Der bayrischer Schwabenjunge erklärte witzig und charmant, warum Fleischküchle auf bayrisch Fleischpflanzer heissen. Ganz einfach: damit auch Veganer sie essen können. Außerdem sang der in Starnberg wohnende Kabarettist, Musiker und humoristische Klangkünstler das „weltweit erste schwäbische Liebeslied“ für seine Frau“. Nach enorm spannender Kindheit und Jugend im Süden zog es Berlinghof für etwa fünf Jahre nach Thüringen, wo er in Weimar Musik studierte. Dort faszinierten ihn vor allem die Kontraste zwischen Klassikstiftung und Rostbratbude, zwischen Goethe vor dem DNT und Gerda aus Buslinie zwei – und das auf engstem Raum.

Musikalisch umrahmt wurde das Programm von den Golden Legends: Cherry Gehring am Mikrofon und Berti Kiolbassa am Keyboard.
Kabarettist Christoph Sonntag zeigte sich am Ende der Veranstaltung augenzwinkernd begeistert: „Beim Goldenen Bullen bekommt der Zuschauer live wirklich das volle Programm: Tolle Musik, ein Moderator, der ein bißchen Ahnung hat, hervorragende Nachwuchskünstler, leckeres Essen vom Restaurant Nosh in Stuttgart und hervorragendes Bier - was will der Schwabe mehr?!“
Alle weiteren Termine für dieses Jahr findet man im Internet auf www.sonntag.tv
Text Boris Mönnich
Fotocredits: Boris Mönnich Candumedia

