Stuttgart Inside App präsentiert: Jazz Open 2025 – Magie unter freiem Himmel auf dem Schlossplatz
Der Sommer zeigte sich erneut von seiner schönsten Seite – und die Jazz Open 2025 von ihrer musikalisch vielfältigen. An einem weiteren hochkarätig besetzten Festivalabend standen drei Namen im Mittelpunkt, die unterschiedlicher kaum sein könnten und doch eines gemeinsam haben: ihre Leidenschaft für Musik mit Seele.
Den Anfang machte Phil Haydt, ein Künstler, der für authentischen Sound steht. Seine Musik bewegt sich zwischen Singer-Songwriter, Alternative, Country und Pop – und vor allem zwischen den Zeilen. Seine Lieder erzählen vom Unterwegssein, von Selbstfindung, Sehnsucht und stiller Revolte. Mal energiegeladen, mal zerbrechlich – immer ehrlich. Mit der Gitarre als treuem Begleiter verwandelte er den Schlossplatz in eine intime Klanglandschaft.

Italiens samtener Soul-Export
Danach betrat Mario Biondi die Bühne – und mit ihm ein Hauch Sizilien. Der Sänger mit der unverwechselbar tiefen Stimme vereint mediterranes Flair mit der Tiefe des Soul. Biondi, musikalisch aufgewachsen zwischen Oper und Volkslied, präsentierte sich als Gentleman des Jazz. Elegant, charismatisch, und mit Songs, die unter die Haut gingen. Sein Auftritt war kein Spektakel – er war ein Statement: für Gefühl, Klasse und musikalische Wärme.

Zucchero – der Maestro elektrisiert
Als Höhepunkt des Abends folgte Zucchero, der „Vater des italienischen Blues“. Mit einem kraftvollen Orchester-Set eröffnete er seinen Auftritt in gewohnt souveränem Italo-Rock-Stil. Im Verlauf des Abends wurde es ruhiger, als er sich einen Stuhl bringen ließ und seine gefühlvollen, unplugged Balladen darbot.
Doch dann kam die Überraschung: Seine Backgroundsängerinnen übernahmen mit mitreißenden Versionen von Nutbush City Limits und Honky Tonk Woman – ein energiegeladener Moment, der das Publikum zum Kochen brachte. Im letzten Drittel betrat Zucchero neu gestylt erneut die Bühne und präsentierte seine größten Hits – darunter Diamanté und Senza una Donna – mit jener Leidenschaft, die ihn seit Jahrzehnten auszeichnet.
Fazit:
Ein weiterer Festivalabend der Jazz Open 2025, der bewiesen hat: Große Musik braucht kein Feuerwerk – nur Künstler, die wissen, was sie tun. Stuttgart hat einmal mehr gezeigt, dass es Bühne sein kann für Emotion, Klasse und musikalische Weltklasse unter freiem Himmel.
Bildnachweis: Ralf Alten Stuttgart Inside

