Weihnachtsball 2025 – 40 Jahre AIDS-Hilfe Stuttgart e.V.
Ein Abend zwischen Glamour, Dankbarkeit und bewegender Solidarität
Es war ein Abend, der die Alte Reithalle in Stuttgart in ein glitzerndes Meer aus Licht, Emotion und festlicher Vorfreude verwandelte – und zugleich ein Abend, der tiefer ging als jeder rote Teppich es vermuten lässt. Der Weihnachtsball 2025, zugleich das 40-jährige Jubiläum der AIDS-Hilfe Stuttgart e.V., wurde zu einer Feier der Vielfalt, der Menschlichkeit und des unerschütterlichen Engagements für eine gute Sache.

Ein Empfang voller Wärme – und ein Knistern von Erwartung
Schon ab 19 Uhr strömten die Gäste in eleganten und teilweise wunderbar extravaganten Outfits in die geschmückten Hallen. Der Sektempfang glitzerte wie flüssiges Gold, während die ersten Melodien in der Luft hingen und ein Versprechen machten: Dieser Abend würde besonders werden. Man sah Umarmungen zwischen alten Weggefährten, vorsichtige Schritte über den roten Teppich, freudiges Aufblitzen in den Augen – es lag eine spürbare Dankbarkeit in der Atmosphäre, die über die pure Festlichkeit hinausging.
Ein Ball, der Haltung zeigt
Stuttgart hat den Weihnachtsball längst in sein kulturelles Herz geschlossen. Unter dem Motto „RED CARPET meets RED RIBBON“ reihte sich auch in diesem Jahr Eleganz an Engagement: Politikerinnen, Künstlerinnen, Aktivistinnen, Unternehmerinnen – sie alle zeigten Gesicht für die AIDS-Hilfe und damit für Aufklärung, Prävention und ein Leben ohne Stigmatisierung. Der Abend war nicht nur ein gesellschaftliches Ereignis, sondern ein kraftvolles Statement.
Kulinarischer Genuss als Auftakt
Ab 20 Uhr durften sich die Gäste mit Saal- und Emporenkarten von einem erlesenen Ball-Menü verwöhnen lassen. Zwischen feinen Aromen und liebevoll angerichteten Tellern entstand eine Atmosphäre, die an die schönen Dinge des Lebens erinnerte – an Genuss, Gemeinschaft, Augenblicke des Innehaltens.
Höhepunkte, die unter die Haut gingen
Die künstlerischen Darbietungen brachten die Reithalle zum Leuchten.
Einer der eindrucksvollsten Momente:
Nils Wanderer, der international gefeierte Countertenor, der sogar an der Metropolitan Opera in New York auftritt, erfüllte den Raum mit einer Stimme, die irgendwo zwischen Zerbrechlichkeit und überirdischer Kraft schwebte. Einige Gäste wischten sich verstohlen Tränen aus den Augen.
Eric Gauthier und seine Gauthier Dance/Dance Company brachten danach eine Energie auf die Bühne, die das Publikum mitriss. Jede Bewegung erzählte eine Geschichte, jede Drehung ein Bekenntnis zur Lebensfreude – und zur Freiheit.
Auch die Künstler*innen des Friedrichsbau Varietés sorgten für Überraschungsmomente, die zwischen Staunen, Lachen und Gänsehaut wechselten.
Durch den Abend führte charmant und souverän TV-Moderator Jürgen Hörig, der mit seiner warmen Art den roten Faden zwischen Glamour und tiefem Sinn spann.
Botschafter*innen, die Hoffnung tragen
Besonders berührend war die Vorstellung der diesjährigen Botschafter*innen – Menschen, die nicht nur Namen tragen, sondern Geschichten, Herzen, Haltung:
Alegra Cole, Eric Gauthier, Laura Halding-Hoppenheit als Aktivistin der ersten Stunde, Schlagerikone Dieter Thomas Kuhn, HIV-Aktivist Ahmed Mnissi und Verlegerin Kirsi Fee Wilhelm – sie standen stellvertretend für die vielen Stimmen, die im Kampf gegen HIV und Stigmatisierung nie verstummt sind.
Musik, Tanz und die Freude am Leben
Die Band BOOMBOX brachte die Reithalle zum Beben – mit Rhythmen, die Beine und Herzen gleichzeitig in Bewegung setzten. Die Tanzfläche wurde zu einem Ort des Loslassens, der Gemeinsamkeit, der puren Lebensfreude. Bis nach Mitternacht wurde gefeiert, gelacht und getanzt.
Doch wer um 1 Uhr die Reithalle verließ, tat dies meist nur, um weiterzufeiern: In der Piano Bar startete die Aftershow-Party mit DJane Alegra Cole und Singer-Songwriter Damiano Maiolini. Die Musik wurde wärmer, die Gespräche tiefer, die Nacht intensiver.
Ein Abend, der mehr war als ein Ball
Der Weihnachtsball 2025 war glänzend – aber er war mehr als Glanz.
Er war ein Dankeschön.
Ein Erinnern.
Ein Mutmachen.
Ein Feiern des Lebens in all seiner Vielfalt.
Und er war ein Versprechen:
Die Arbeit der AIDS-Hilfe Stuttgart e.V. geht weiter – getragen von Menschen, die glauben, dass Solidarität die stärkste aller Kräfte ist.
Fotocredits: Ralf Alten Stuttgart Inside

