Publikum wird zur Show: Michael Gaedt begeistert im Theaterhaus Stuttgart
Michael Gaedt nahm sein Publikum gestern im Theaterhaus Stuttgart mit auf eine ebenso humorvolle wie persönliche Reise durch 45 Jahre Bühnenleben. Mit seiner Soloshow „Das große Scheppern“ präsentierte der schwäbische Entertainer ein Best-of aus Kabarett, Musik und skurrilen Geschichten – und machte die Zuschauer kurzerhand zu Mitwirkenden.
Bereits im ersten Teil des Abends blieb niemand lange nur Zuschauer. Für seinen legendären „Kiffer-Song“ holte Gaedt kurzerhand Marco, Udo und Sabine aus dem Publikum auf die Bühne. Ausgestattet mit Autohupen lieferten die drei die musikalische Begleitung und wurden zum umwerfenden Teil der Show. Das Publikum feierte die spontane Performance mit viel Applaus und Gelächter.
Zwischen Songs, Stepptanz, Schlager-Parodien und bekannten Nummern aus seiner Zeit bei der „Kleinen Tierschau“, „Onkel Rock’n’Roll“ und „Kuhnle Gaedt & Baisch“ zeigte sich einmal mehr, warum der 68-Jährige seit Jahrzehnten zu den beliebtesten Bühnenkünstlern des Landes gehört. Auch seine Rolle als „Schrotti“ in der ZDF-Serie „Soko Stuttgart“ fand dabei kurz Erwähnung.
Nach der Pause wurde es deutlich emotionaler. Gaedt bat das Ehepaar Dagmar und Günter auf die Bühne und widmete ihnen ein Lied, das ihm persönlich besonders am Herzen liegt. Ein bewegender Moment, der für spürbare Gänsehaut im Saal sorgte und zeigte, dass der Künstler nicht nur für Lacher, sondern auch für große Gefühle steht.
Zum Finale bewies Gaedt einmal mehr sein Gespür für spontane Überraschungen. Für die Zugabe holte er Harald aus dem Publikum auf die Bühne, der ihn kurzerhand mit Gitarrenbegleitung unterstützte. Gemeinsam sorgten sie für einen stimmungsvollen Abschluss eines Abends, der von Nähe, Humor und echter Spielfreude geprägt war.
„Das große Scheppern“ war weit mehr als eine Geburtstags-Show. Es war ein Abend voller Erinnerungen, musikalischer Highlights und Begegnungen – und der beste Beweis dafür, dass Michael Gaedt auch nach 45 Jahren auf der Bühne nichts von seiner Energie und seinem Charme verloren hat.
Fotocredits: Ralf Alten

