Jazz Open, Stuttgart - letzter Tag -
Vincent Varus mit Band durfte heute den Opener machen, eine junge spitzige Truppe, die an Kettcar oder die Sportfreunde erinnert. Vincent begeistert mit seiner englischen Pop-Musik, die von Einflüssen wie Funk und 80s-Synthesizern angereichert ist. Seine Lieder laden zum Mitwippen und Tanzen ein und seine Texte berühren das Herz.
Weitere Vorband des Abends war José James, er hat Vorfahren aus Panama und Irland und wuchs in Brooklyn auf. Großgeworden mit Hip-Hop und Soul fühlte er sich nach eigenen Worten über Nat King Cole und besonders John Coltrane, dessen Equinox er interpretierte, zum Jazz hingezogen. Er wechselte zwischen New York und England, wo er den Produzenten und Discjockey Gilles Peterson auf der Jazz Competition 2006 in London auf sich aufmerksam machte. Seine samtige rauhe Stimme erinnert an Al Jarreau.
Und dann! Mit einer halben Stunde Verspätung, wie es sich für einen Weltstar gehört kommt er endlich … ein Jungbrunnen wie eh und je. Er verplempert nicht viel Zeit mit Vorreden, legt sofort los und haute einen Hit nach dem anderen raus.

Hello, Easy - My Love, Sail on, There time a lady und so ging es weiter!
Wo andere sich mit Liedern auf halten und dann später ihren Hit bringen, präsentierte Lionel Richie einen Hit nach dem anderen. Der Mann ist seit 4 Jahrzehnten eine Hit Maschine.
Das zeigte sich insbesondere als er We are the world anstimmte. Spätestens jetzt kam auch beim letzten das Gefühl auf, hier was Großartiges live erlebt zu haben!
Ein phänomenaler Abschied der Jazz Open 2025 Stuttgart.
Bildnachweis Ralf Alten Stuttgart Inside

