Schwarzwaldromantik seit 1954 – Das Schwarzwaldhaus „Zum Schwarzwaldmädel“ auf dem Cannstatter Wasen
Wenn auf dem Cannstatter Wasen die Lichter erstrahlen und sich das bunte Festtreiben entfaltet, darf ein Traditionsbetrieb nicht fehlen: das Schwarzwaldhaus „Zum Schwarzwaldmädel“. Seit 1954 gehört der stimmungsvolle Imbisswagen mit den charakteristischen Schwarzwaldfiguren auf dem Schindeldach zum festen Inventar des Volksfests. Mit seiner einzigartigen Mischung aus regionalen Spezialitäten, uriger Gemütlichkeit und einer ordentlichen Portion Schwarzwaldromantik ist er für viele Besucher ein liebgewonnener Fixpunkt im Festgeschehen.
Ein Stück Schwarzwald mitten in Stuttgart
Die Ursprünge des Schwarzwaldhauses reichen zurück in die Zeit nach dem erfolgreichen Operettenfilm „Schwarzwaldmädel“, der in den 1950er-Jahren einen regelrechten Heimatboom auslöste. Inspiriert von diesem Kultfilm schuf eine Schaustellerfamilie 1954 einen Imbissstand, der mit typischen Schwarzwälder Motiven und einem detailreich verzierten Wagen sofort zum Publikumsmagneten wurde. Von Beginn an bot man hier Spezialitäten aus der Region an – Schwarzwaldidylle als kulinarischer Gegenpol im bunten Rummel.

Über die Jahrzehnte entwickelte sich „Zum Schwarzwaldmädel“, das von vielen Besuchern liebevoll einfach „Schwarzwaldhaus“ genannt wird, zu einem festen Bestandteil des Cannstatter Wasens. Auch heute noch sorgt der historische Wagen für Wiedererkennungswert und steht für Kontinuität, Tradition und Heimatgefühl.
Neuer Schwung seit 2022
Seit 2022 führt Schausteller Rico Becker das Schwarzwaldhaus in die Zukunft. Mit viel Leidenschaft bewahrt er die lange Tradition und setzt zugleich auf höchste Qualität. Alle Waren stammen original aus dem Schwarzwald – von herzhaftem Schinken, deftigen Würsten und feinen Leberpasteten über edle Weine aus dem Glottertal bis hin zu über 50 Schnapssorten aus Oberkirch. Ergänzt wird das Angebot durch hausgemachte Saucen und den weithin bekannten Kartoffelsalat, der mittlerweile Kultstatus genießt.
Für Becker ist Authentizität der Schlüssel: Jeder Lieferant wird sorgfältig ausgewählt, viele Produkte werden nach traditionellen Methoden hergestellt und nur zu bestimmten Jahreszeiten eingekauft, um den bestmöglichen Geschmack zu garantieren.
Ein Ort voller Geschichten – das „Sorgenbrecher-Stüble“
Ein besonderes Kapitel des Schwarzwaldhauses schreibt die kleine, urige Stube im Inneren, die unter Schaustellern als „Sorgenbrecher-Stüble“ bekannt ist. Abseits des Trubels bietet sie seit Jahrzehnten einen Rückzugsort, an dem Freud und Leid geteilt, Freundschaften gepflegt und unzählige Geschichten erzählt wurden. Für viele Schausteller ist sie ein zweites Zuhause geworden – ein Symbol für Gemeinschaft und Zusammenhalt auf dem Volksfest.
Geselligkeit im Biergarten
Auch für Besucher bietet das Schwarzwaldhaus weit mehr als kulinarische Genüsse. Der gemütliche Biergarten ist ein beliebter Treffpunkt, um in geselliger Runde zu verweilen und sich eine kleine Auszeit vom Wasen-Trubel zu gönnen. Je nach Veranstaltungsgröße kümmern sich 10 bis 50 Mitarbeitende um das Wohl der Gäste und sorgen für reibungslosen Service.

Über den Cannstatter Wasen hinaus bekannt
Zwar bleibt der Cannstatter Wasen die Heimat des Schwarzwaldhauses, doch auch auf anderen Volksfesten und Märkten in Deutschland ist es ein gern gesehener Gast. Ob in Kaiserslautern, Speyer, Worms, Bad Kreuznach oder auf dem Ludwigsburger Weihnachtsmarkt – überall zieht das „Schwarzwaldmädel“ die Menschen an, die Lust auf echte Schwarzwaldromantik und authentische Spezialitäten haben.

Fazit
Mit dem Schwarzwaldhaus „Zum Schwarzwaldmädel“ verbindet der Cannstatter Wasen seit 1954 Tradition, Genuss und Heimatgefühl. Rico Becker führt den Traditionsbetrieb mit Herzblut weiter und sorgt dafür, dass auch kommende Generationen Schwarzwaldromantik mitten in Stuttgart erleben können.
Fotocredits Becker Eventservice

