Die Stadt Stuttgart hat gemeinsam mit dem Land Baden-Württemberg ein umfassendes Wildgänsemanagement gestartet. Ziel ist es, die wachsenden Bestände von Grau- und Nilgänsen gezielt zu steuern und Nutzungskonflikte in stark frequentierten Grün- und Erholungsflächen zu reduzieren.
In den vergangenen Jahren haben sich Wildgänse im Stadtgebiet stark ausgebreitet. Besonders betroffen sind bekannte Orte wie der Eckensee im Schlossgarten sowie der Max-Eyth-See. Auch Freibäder, Sportanlagen und Parkflächen werden zunehmend durch Verschmutzungen und Schäden beeinträchtigt. In sensiblen Bereichen wie Spielplätzen oder Liegewiesen entstehen zudem hygienische Probleme. Während der Brutzeit kommt es vereinzelt zu aggressivem Verhalten der Tiere.
Das nun gestartete Projekt „Urbanes Wildgänsemanagement im Stadtgebiet Stuttgart“ ist auf drei Jahre angelegt und basiert auf einem bereits 2025 begonnenen Monitoring. Dabei werden Bestände, Bewegungsmuster und Aufenthaltsorte systematisch erfasst, um Maßnahmen gezielt zu steuern.
Seit März läuft die Umsetzung auf besonders betroffenen Flächen, darunter Freibäder, ausgewählte Sportanlagen und der Höhenpark Killesberg. Das Maßnahmenpaket kombiniert präventive und regulierende Ansätze: Dazu zählen Fütterungsverbote, Anpassungen der Lebensräume sowie gezielte Vergrämung. Erst wenn diese Maßnahmen nicht ausreichen, kommen auch jagdliche Eingriffe in Betracht.
Neben der Verbesserung der Sauberkeit und Nutzbarkeit öffentlicher Flächen steht auch der Schutz heimischer Wasservögel im Fokus. Die Koordination erfolgt über einen Runden Tisch, an dem Stadt, Land und weitere Beteiligte regelmäßig Maßnahmen abstimmen und deren Wirkung bewerten.
Fotocredtis: Fabrice Weichelt / LHS

