Stuttgarter Automobilgipfel gestartet: Dialog zwischen EU und Schlüsselindustrie gibt Hoffnung
Mit dem heutigen Auftakt des ersten „Stuttgarter Automobilgipfels“ hat ein hochkarätiger Dialog zwischen Politik und Wirtschaft begonnen, der von Stuttgarts Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper initiiert wurde. Im Fokus der Veranstaltung stehen die Rahmenbedingungen für die Zukunft der Automobilbranche – einer Schlüsselindustrie für die Region Stuttgart.
EU-Vertreter zu Gast in Stuttgart
Ein besonderer Höhepunkt des Gipfels ist der Besuch von Stéphane Séjourné, dem neuen Exekutiv-Vizepräsidenten der EU-Kommission. Séjourné, der seit dem 1. Dezember 2024 im Amt ist, hat sich bewusst für Stuttgart als erste Station seines „Strategischen Dialogs“ zur Zukunft der Automobilwirtschaft entschieden. Die Region, in der rund 220.000 Menschen in der Automobilbranche tätig sind, steht im Mittelpunkt der Diskussionen über die Transformation der Industrie.
„Die Zukunft des Autos ist das saubere Auto“, betonte Séjourné während des Vormittagsprogramms, das Unternehmensbesuche bei der Dr. Ing. h. c. F. Porsche AG, der Robert Bosch GmbH, der Mahle GmbH und der Mercedes Benz Group AG beinhaltete. Dabei unterstrich er die Bedeutung Europas – insbesondere Deutschlands und Baden-Württembergs – als Zentrum der Automobilinnovation.
Strategischer Dialog für die Automobilbranche
Der EU-Vizepräsident kündigte an, den europäischen Industrieaktionsplan für den Automobilsektor im Rahmen eines umfassenden Dialogs vorzubereiten. „Dieser Dialog wird den Rahmen und den Motor für unseren Austausch bilden“, erklärte Séjourné.
Auch Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper äußerte sich positiv: „Der Besuch des Vizepräsidenten gibt Anlass zur Hoffnung. Er erkennt die ernste Lage der europäischen Automobilwirtschaft und nimmt unsere Forderungen nach technologischer Flexibilität, einer Überprüfung des Verbrennerverbots und einer Aussetzung der Flottenstrafzahlungen ernst.“
Spitzengespräch im Rathaus
Am Nachmittag findet im Stuttgarter Rathaus ein hochrangiges Gespräch statt. Neben Séjourné und seinem Team nehmen Abgeordnete des Europäischen Parlaments, Vertreter großer Automobil- und Zulieferunternehmen, Repräsentanten des Landes Baden-Württemberg sowie Vertreter von Wirtschaftsverbänden und Arbeitnehmerorganisationen teil.
Hintergrund: Schlüsselrolle der Automobilwirtschaft
Die Automobilbranche ist ein zentraler Treiber des Wohlstands in der Region Stuttgart und besonders stark von EU-Regelungen betroffen, die 80 Prozent der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland bestimmen. Der strategische Dialog, der von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen angekündigt wurde, soll den Weg für eine nachhaltige und wettbewerbsfähige Zukunft der Branche ebnen.
Mit dem Automobilgipfel setzt Stuttgart ein klares Zeichen für den Erhalt und die Weiterentwicklung einer der wichtigsten Industrien Europas.
Foto und Rechte: Stadt Stuttgart

