Wohnungsbau in Stuttgart: Kooperation für bezahlbares Wohnen wird fortgeführt
Die Landeshauptstadt Stuttgart und die örtliche Wohnungswirtschaft setzen ihre Zusammenarbeit für mehr bezahlbaren Wohnraum fort. Am Montagabend wurde im Rathaus ein aktualisiertes Grundlagenpapier unterzeichnet, das die gemeinsame Linie für den Wohnungsbau in den kommenden Jahren festlegt. Die Vereinbarung knüpft an die vor zwei Jahren gestartete Partnerschaft an.
Beteiligt sind neben der Stadtverwaltung die Arbeitsgemeinschaft Stuttgarter Wohnungsunternehmen (ARGE) sowie der Verband Immobilienwirtschaft Stuttgart e.V. (IWS). In einer gemeinsamen Bilanz bewerten die Partner die bisherigen Ergebnisse als positiv. Seit Beginn der Kooperation konnten rund 1.200 Sozialmietwohnungen realisiert werden. Zudem wurden für knapp 300 Wohnungen bestehende Mietpreis- und Belegungsbindungen verlängert.
Trotz angespannter Haushaltslage will die Stadt an zentralen Förderinstrumenten festhalten. Dazu zählt insbesondere die kommunale Unterstützung für neu entstehende Sozialmietwohnungen. Neben vergünstigten Grundstücken gewährt die Stadt weiterhin einen Zuschuss von 300 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Dieses Fördermodell soll dazu beitragen, wirtschaftlich ins Stocken geratene Projekte wieder anzuschieben und neue Bauvorhaben zu ermöglichen.
Gleichzeitig sehen die Partner weiterhin Handlungsbedarf. Lange Genehmigungsverfahren und umfangreiche Auflagen gelten nach wie vor als Hemmnisse für Neubau und Modernisierung. Hier soll die vertiefte Zusammenarbeit ansetzen, um Prozesse zu beschleunigen und zusätzliche Impulse für den Wohnungsbau zu setzen.
Grundlage der Kooperation ist ein vor zwei Jahren erzielter Kompromiss zwischen Stadt und privater Wohnungswirtschaft. Er regelt unter anderem, in welchem Umfang bei neu geschaffenem Baurecht Sozialwohnungen entstehen müssen. Die Fortschreibung des Papiers bekräftigt das gemeinsame Ziel, das Wohnungsdefizit in Stuttgart zu verringern und bezahlbaren Wohnraum langfristig zu sichern.
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