Stuttgart Rosenstein: Erste Kostenprognose liegt vor
Das Großprojekt Stuttgart Rosenstein nimmt weiter Gestalt an. Die Stadtverwaltung hat im Ausschuss Stuttgart 21/Rosenstein erstmals eine Kostenprognose und einen zeitlichen Rahmen vorgestellt.
Demnach rechnet die Stadt mit 1,2 bis 1,6 Milliarden Euro für Planung, Rückbau, Geländeanpassung und Erschließung – verteilt über die nächsten 10 bis 20 Jahre. Die Prognose stammt vom Beratungsunternehmen Drees & Sommer und basiert auf den Preisen von Ende 2024.
Ein neuer Stadtteil für rund 10.000 Menschen
Stuttgart Rosenstein gilt als eines der größten Stadtentwicklungsprojekte der letzten 100 Jahre. Entstehen soll ein komplett neuer Stadtteil – mit Wohnungen, Grünflächen, Schulen, Kitas und kulturellen Einrichtungen.
Langfristig erwartet die Stadt zusätzliche Steuereinnahmen von rund 35 Millionen Euro jährlich. Auch Handwerk, Bauwirtschaft und Kultur sollen profitieren.
Zeitplan: Baustart ab Anfang der 2030er-Jahre
Nach der vollständigen Eröffnung des neuen Hauptbahnhofs (Mitte 2027) sollen Rückbau- und Erschließungsarbeiten starten.
Die ersten Bauabschnitte könnten ab den frühen 2030er-Jahren beginnen.
Die Gesamtfertigstellung des Quartiers ist für die frühen 2040er-Jahre vorgesehen.
Das Teilgebiet C2 wird erst danach erschlossen – es bleibt zuvor als logistische Fläche reserviert.
Weitere Entwicklungskosten geplant
Neben den Erschließungskosten kalkuliert die Stadt weitere 1,4 bis 3,8 Milliarden Euro für Hochbauprojekte – also für Wohnungen, Schulen, soziale Einrichtungen und Kulturorte.
Im Teilgebiet C1 (rund um die Wagenhallen) laufen bereits Arbeiten zu Erschließung und Artenschutz. Die Kosten liegen hier bei etwa 364 Millionen Euro inklusive Risikozuschlag.
Projektsteuerung und Ausblick
Zur Koordination der vielen Teilprojekte hat die Stadt eine zentrale Steuerungseinheit geschaffen. Sie bündelt technische, ökologische und städtebauliche Aufgaben.
Wichtig sind dabei Digitalisierung, transparente Kontrolle und enge Zusammenarbeit der Ämter.
Die nun vorliegende Kostenprognose und der entstehende Rahmenterminplan sollen die Grundlage für die nächsten Entscheidungen bilden – mit dem Ziel, das Jahrhundertprojekt effizient und verlässlich umzusetzen.
Fotocredits: LHS Kilgus

