30. Januar 2026 / Stuttgart - Online

Stuttgart reduziert Flüchtlingsunterkünfte deutlich

Wegen sinkender Flüchtlingszahlen verzichtet Stuttgart auf neue Unterkünfte an vier Standorten und gibt zwei bestehende bis 2027 auf.

Veröffentlicht am 30. Januar 2026 um 09:47 Uhr

OB Nopper: Stadt verzichtet auf Flüchtlingsunterkünfte an sechs Standorten

Die Landeshauptstadt Stuttgart wird auf zusätzliche Flüchtlingsunterkünfte an insgesamt sechs Standorten verzichten. Konkret betrifft dies vier bislang geplante Neubau- oder Erweiterungsvorhaben sowie zwei bestehende Unterkünfte, die aufgegeben werden sollen. Hintergrund ist die seit Längerem sinkende Zahl von Geflüchteten, die die Stadt nach dem Flüchtlingsaufnahmegesetz unterbringen muss. Auch aktuelle Prognosen, unter anderem des baden-württembergischen Ministeriums der Justiz und für Migration, gehen davon aus, dass das Niveau weiterhin unter den bisherigen Zahlen bleibt.

Nach Angaben der Stadtverwaltung sollen die geplanten Unterkünfte in Stuttgart-Feuerbach an der Feuerbacher-Tal-Straße sowie die Aufstockung in Degerloch am Guts-Muths-Weg nicht umgesetzt werden. Ebenso wird auf Erweiterungen der Unterkünfte in Möhringen am Lautlinger Weg und in Plieningen an der Leypoldtstraße verzichtet.

Darüber hinaus ist vorgesehen, den Standort Am Röhrlingweg im Stadtteil Schönberg wie geplant zu räumen. Der Beginn der Räumung ist für Februar 2026 angesetzt, der Abschluss soll im März 2026 erfolgen. Eine weitere bestehende Unterkunft in Weilimdorf in der Holderäckerstraße 35 soll im Oktober 2027 aufgegeben werden. Damit will die Stadt die Zahl der untergebrachten Geflüchteten in dem Stadtbezirk reduzieren, in dem voraussichtlich ab 2029 eine Landeserstaufnahmeeinrichtung des Landes Baden-Württemberg den Betrieb aufnehmen wird.

Insgesamt rechnet die Stadt damit, dass die Zahl der aktuell mehr als 8.700 von ihr untergebrachten Geflüchteten bis Ende 2026 auf etwa 7.500 Personen sinken wird. Die Stadt bewertet diese Entwicklung positiv und sieht darin die Möglichkeit, die Zuwanderung stärker zu ordnen und zu steuern sowie die Integration der Menschen, die dauerhaft bleiben dürfen, gezielt voranzubringen. Dabei soll weiterhin das Prinzip des Förderns und Forderns gelten.

Fotocredits: LHS Archivbild

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