Konsequente Kontrolle gegen Falschparker in der Stuttgarter Innenstadt: 24 Fahrzeuge abgeschleppt
Am Freitagabend, dem 1. August 2025, hat die Stadt Stuttgart im Rahmen einer Schwerpunktaktion konsequent gegen Falschparker in der Innenstadt durchgegriffen. Zwischen 22 und 2 Uhr wurden gezielt Bereiche rund um das Rathaus und angrenzende Straßen kontrolliert, die besonders in den Abendstunden durch ein hohes Besucheraufkommen in der dortigen Gastronomie geprägt sind. Ziel der Aktion war es, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und die Einhaltung der Parkvorschriften durchzusetzen.

Im Verlauf des Einsatzes ließ das Amt für öffentliche Ordnung insgesamt 24 Fahrzeuge abschleppen. Fünf Abschleppunternehmen waren dabei wiederholt im Einsatz. In neun Fällen konnten Fahrzeugverantwortliche ihr Auto noch rechtzeitig umparken, müssen aber dennoch die Anfahrtskosten der Abschleppdienste tragen. Die meisten Betroffenen zeigten sich laut Stadtverwaltung einsichtig.
Unterstützt wurde die Aktion vom Polizeipräsidium Stuttgart. Einsatzkräfte meldeten Verstöße an das mobile Beschwerdeteam, das die Abschleppmaßnahmen koordinierte. Zusätzlich wurden vor Ort verkehrserzieherische Gespräche mit Fahrerinnen und Fahrern geführt.

Die Aktion ist Teil einer kontinuierlichen Überwachung durch die städtische Verkehrsüberwachung, die sowohl tagsüber als auch abends präsent ist. Allein im Jahr 2025 wurden bereits 765 Verwarnungen in diesem Innenstadtbereich ausgesprochen. Im Fokus steht insbesondere das Umfeld des Rathauses, das aufgrund seines hohen Besucheraufkommens zunehmend durch Falschparker belastet wird.
Die Stadt unterstreicht, dass rechtswidriges Parken – insbesondere in Kurvenbereichen, auf Gehwegen, vor Querungsstellen oder auf Behindertenparkplätzen – nicht toleriert wird. Die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden, insbesondere von Fußgängern, Radfahrern sowie mobilitätseingeschränkten Personen, habe höchste Priorität. Auch die ungehinderte Durchfahrt für Rettungsdienste müsse jederzeit gewährleistet sein.
Verantwortliche von abgeschleppten Fahrzeugen müssen mit Kosten in Höhe mehrerer hundert Euro rechnen. Diese setzen sich aus den Abschleppkosten und Bußgeldern zusammen. Auch für Fahrzeughalter, die das Abschleppen noch verhindern konnten, entstehen durch die Anfahrt der Abschleppunternehmen hohe Kosten.
Die Stadt weist zudem auf mögliche weitergehende Maßnahmen bei wiederholten Verstößen hin. In besonders gravierenden Fällen kann die Auferlegung eines Fahrtenbuchs oder der Entzug der Fahrerlaubnis drohen.
Neben verstärkten Kontrollen prüft die Stadt derzeit auch bauliche Maßnahmen zur dauerhaften Verbesserung der Situation. Erste Erfahrungen mit Baken im Kurvenbereich seien positiv, daher werden derzeit auch Poller, Flächenumgestaltungen und weitere physische Barrieren diskutiert. Ziel ist es, nicht nur die Verkehrssituation zu entschärfen, sondern auch die Aufenthaltsqualität im zentralen Rathausumfeld nachhaltig zu steigern.
Fotocredit: Julian Rettig, Rechte: LHS.

