Stadt baut Hitzeschutz an Schulen systematisch aus
Steigende Temperaturen und häufigere Hitzeperioden stellen auch Schulen in Stuttgart vor neue Herausforderungen. Die Landeshauptstadt entwickelt deshalb einen umfassenden Hitzeschutzkatalog für rund 150 städtische Schulen. Ziel ist es, die Gebäude individuell zu bewerten und Maßnahmen dort umzusetzen, wo der größte Handlungsbedarf besteht.
Das Schulverwaltungsamt der Stadt Stuttgart hat die Entwicklung des Maßnahmenkatalogs im Schulbeirat vorgestellt. Grundlage ist eine systematische Bestandsaufnahme aller Schulstandorte. Dabei werden unter anderem Gebäudestrukturen, Sonnenschutz, Lüftungsmöglichkeiten, Raumtemperaturen sowie besonders belastete Bereiche untersucht.
Statt einer einheitlichen Lösung setzt die Stadt auf standortbezogene Konzepte. Je nach baulichen Voraussetzungen sollen kurzfristige, mittelfristige und langfristige Maßnahmen priorisiert werden. Der Hitzeschutz soll künftig stärker als fester Bestandteil bei der Planung, Sanierung und Weiterentwicklung von Schulgebäuden berücksichtigt werden.
Verschattung, Kühlung und mehr Grün auf Schulhöfen
Bereits heute setzt Stuttgart verschiedene Maßnahmen gegen die Belastung durch hohe Temperaturen um. Dazu zählen regelmäßiges Lüften der Gebäude durch Hausmeister, Trinkwasserspender, Ventilatoren, die Reparatur und Nachrüstung von Sonnenschutzanlagen sowie zusätzliche Verschattung im Außenbereich.
Auch bei Neubauten und Sanierungen spielt der sommerliche Hitzeschutz bereits eine wichtige Rolle. Darüber hinaus prüft die Stadt weitere Möglichkeiten wie zusätzliche außenliegende Sonnenschutzsysteme, mehr Bäume auf Schulgeländen, mobile Klimageräte oder technische Anpassungen an Lüftungsanlagen.
Weitere Optionen sind sogenannte Abkühlbereiche in Schulen, beispielsweise in Mensen oder Aulen. Welche Maßnahmen an den einzelnen Standorten umgesetzt werden können, hängt von den jeweiligen Gebäudebedingungen sowie den verfügbaren finanziellen Mitteln ab.
Mit dem neuen Konzept möchte Stuttgart die Aufenthaltsqualität für Schülerinnen und Schüler sowie Beschäftigte verbessern und die Schulen langfristig besser auf die Folgen des Klimawandels vorbereiten.
Fotocredits: Julian Rettig/Stadt Stuttgart

