Streik in Stuttgart: Müllabfuhr kämpft mit Verzögerungen
Nach den jüngsten Warnstreiks kommt es in Stuttgart weiterhin zu Verzögerungen bei der Müllabfuhr. Die Abfallwirtschaft Stuttgart (AWS) arbeitet daran, die liegengebliebenen Abfälle schrittweise zu entsorgen, doch eine sofortige Nachholung der ausgefallenen Touren ist nicht möglich.
Täglich leert die AWS über 30.000 Abfall- und Wertstoffbehälter auf rund 60 Touren. Aufgrund der streikbedingten Ausfälle müssen die zusätzlichen Mengen nun nach und nach abgeholt werden. Dies kann je nach Dauer des Streiks mehrere Abfuhrtage in Anspruch nehmen.
Unvorhersehbare Auswirkungen auf reguläre Abfuhr
Durch die Umstrukturierung der Touren kann es auch in Gebieten zu Verzögerungen kommen, die ursprünglich nicht vom Streik betroffen waren. Da aus arbeitsrechtlichen Gründen keine Überstunden erlaubt sind, können außerplanmäßige Sondertouren nicht durchgeführt werden – anders als bei Feiertagsverschiebungen.
Externe Dienstleister stellen in dieser Situation ebenfalls keine Alternative dar, da sie mit den komplexen Tourenplänen der AWS nicht vertraut sind und den Vollservice nicht kurzfristig übernehmen können.
AWS bittet um Verständnis
Die AWS bemüht sich, die zusätzlichen Müllmengen im Rahmen des regulären Betriebs kostenfrei mitzunehmen. Dabei sind jedoch zahlreiche Faktoren zu berücksichtigen, darunter die Arbeitszeiten der Beschäftigten, gesetzliche Ruhezeiten sowie die Verfügbarkeit von Fahrzeugen und Abladestellen.
Die AWS bittet die Bürgerinnen und Bürger um Verständnis für die Verzögerungen und betont, dass die Müllabfuhr so schnell wie möglich wieder in den Normalbetrieb übergehen soll.
Aktuelle Informationen zum Streik bei der AWS werden online unter https://www.stuttgart.de/aws-streik und über die Stuttgarter AWS-App veröffentlicht.
Aufindividuelle Kundenanfragen in Bezug auf den Streik kann der Kundenservice leider nicht
Bildnachweis: Stadt Stuttgart/AWS
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