12. April 2026 / Stuttgart - Online

Radfahrer vs. Fußgänger: Wie sicher sind unsere Fußgängerzonen?

Konflikte nehmen zu: Zu schnelle Radfahrer gefährden Fußgänger – besonders Ältere und Kinder fühlen sich oft unsicher.

Veröffentlicht am 12. April 2026 um 09:04 Uhr

Radfahrer vs. Fußgänger!
Oder: wie gefährlich sind unsere Fußgängerzonen 

Radfahren in Fußgängerzonen ist ohne Zusatzschild verboten (55–100 € Bußgeld). Bei Freigabe („Radfahrer frei“) ist zwingend Schrittgeschwindigkeit (4–7 km/h) einzuhalten. Gefährdungen oder Unfälle durch zu schnelles Fahren oder rücksichtsloses Verhalten kosten 30–80 €, und Radfahrende tragen bei Kollisionen oft die Hauptschuld. (ADFC) 

Aber die wenigsten Radfahrer werden zur Rechenschaft gezogen. Ist auch logisch, das Rad fahren ist schnell und er hat keine Registrierung. Dies wiederum fordert seit Jahren die Gewerkschaft der Polizei, Behinderten und Senioren Verbände. 
Für viele Menschen insbesondere Ältere oder Behinderte ist der Gang durch eine Fußgängerzone eine echte Herausforderung. Der Großteil der Fahrradfahrer ist uneinsichtig in Bezug auf Verkehrsregeln, wie die Polizei immer wieder bei Kontrollen in Fußgängerzonen feststellt. Nicht nur Jugendliche erkennen die Gefährdung durch sie gegenüber anderen Passanten nicht, auch viele Erwachsene unterschätzen die Nähe zu dem Fußgänger. Eine große Gefahr geht insbesondere von e-Bike Fahrern aus, da viele Fußgänger, deren Dynamik überhaupt nicht einschätzen können. Eine Fußgängerzone muss ein geschützter Raum für Kinder, Behinderte und ältere Menschen bleiben. 

Wer jetzt der Meinung ist, dass hier ein übermotivierter Redakteur am Werke ist möge sich einmal für eine Viertelstunde in ein Straßencafé am Stuttgarter Schlossplatz setzen.

Hier ist alles zu sehen, die aufgeschreckte Rentnerin, die dem Biker nur mit Mühe ausweichen konnte. Die Mutter mit Kleinkind und Kinderwagen, deren Kleinkinder fast in ein Fahrrad gelaufen wäre, weil es die Fahrtrichtung des Rades nicht einschätzen konnte. Nicht zuletzt der junge Rollstuhlfahrer, der sich durch den Fahrradfahrer ausgebremst fühlte, ihn mit sportlichem Ehrgeiz stellen wollen und an der Geschwindigkeit gescheitert ist. 

Im innerstädtischen Bereich ist es langfristig unumgänglich Fußgänger und Fahrradfahrer zu trennen, zumal es angestrebt ist das Fahrradaufkommen in den nächsten Jahren zu steigern. Auch sollte über eine Fahrzeugkennung nachgedacht werden, bei Rollern funktioniert ja auch.

Fotocredits: KI generiert

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