Beim Neujahrsempfang der baden-württembergischen Landesregierung standen in diesem Jahr Menschen im Mittelpunkt, die meist abseits der Öffentlichkeit zentrale Aufgaben für das Funktionieren der Gesellschaft übernehmen. Die Veranstaltung fand am 30. Januar 2026 im Neuen Schloss in Stuttgart statt und war zugleich der letzte Neujahrsempfang in der Amtszeit von Ministerpräsident Winfried Kretschmann.
Eingeladen waren unter anderem Beschäftigte aus Zustellbetrieben, Bus- und Reinigungsunternehmen, aus Registraturen und Vorzimmern sowie Hausmeister. Auch zahlreiche Ehrenamtliche aus Vereinen und kommunalen Projekten gehörten zum Gästekreis. Mit der Auswahl wollte die Landesregierung gezielt jene würdigen, deren Arbeit im Alltag oft selbstverständlich erscheint, ohne die jedoch zentrale Abläufe im öffentlichen Leben nicht möglich wären.
Kretschmann stellte die Bedeutung dieser sogenannten „leisen Schaffer“ für das gesellschaftliche Zusammenleben heraus. Ihre Leistungen würden häufig erst dann wahrgenommen, wenn sie ausfielen. Sie sorgten täglich dafür, dass Mobilität, Versorgung, Organisation und Infrastruktur zuverlässig funktionierten. Die Veranstaltung setzte damit bewusst ein Zeichen gegen den Eindruck, dass vor allem laute und rücksichtslose Stimmen den öffentlichen Diskurs bestimmten.
Der Ministerpräsident betonte zudem die Rolle von Respekt, Dankbarkeit und Höflichkeit für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Ein zunehmend rauer Ton, der sich auch aus sozialen Medien speise, gefährde das Miteinander. Wertschätzung im Alltag stärke dagegen die Grundlagen des Gemeinwesens.
Rund 750 Gäste folgten der Einladung ins Neue Schloss und nutzten die Gelegenheit zum Austausch mit Mitgliedern der Landesregierung. Begleitet wurde der Empfang von einem vielfältigen Kulturprogramm mit musikalischen Beiträgen verschiedener Ensembles. Zusätzlich bot eine Stuttgarter Digitalagentur virtuelle Erlebnisse an, bei denen sich die Gäste mithilfe von Avataren in digitale Welten begeben konnten.
Fotocredtis: Staatsministerium Baden-Württemberg / Franziska Kraufmann

