Neujahr
Der Zeit stets treuer Untertan,
tritt Neujahr heut sein Erbe an.
Mit jugendlicher Leidenschaft
beginnt es seine Wanderschaft.
Durch Altlasten und Angst beschwert,
bleibt ihm die Leichtigkeit verwehrt.
Im letzten Jahr ist viel passiert,
was man am liebsten ausradiert´.
Wir hoffen auf des Krieges Ende,
bringt uns das neue Jahr die Wende?
Auch die Natur bleibt Sorgenkind,
der Schöpfung Krone stellt sich blind.
Und doch gab es auch frohe Stunden
und Menschen, die ihr Glück gefunden.
Viel gute Wünsche, bange Fragen
begleiten uns in diesen Tagen.
Des jungen Jahres Adjutant,
das Schicksal, reicht ihm seine Hand
und führt es mit Beständigkeit
durch die ihm vorbestimmte Zeit.

