Erster Müllmarathon in Stuttgart: Engagement für mehr Stadtsauberkeit ausgezeichnet
Fünf Tage lang stand in Stuttgart das Thema Stadtsauberkeit besonders im Mittelpunkt. Beim ersten Müllmarathon vom 19. bis 23. September rückten städtische Einrichtungen, Ehrenamtliche und Bürgerinnen und Bürger gemeinsam das Thema Abfall in den Fokus. Zum Abschluss wurden besonders engagierte Stadtbezirke für ihre Let’s-Putz-Aktionen ausgezeichnet.
Den Abschluss des Aktionszeitraums bildete am 23. September eine Veranstaltung auf dem Betriebsgelände der Abfallwirtschaft Stuttgart (AWS) in der Bottroper Straße. Ordnungsbürgermeister Dr. Clemens Maier würdigte dabei den gemeinsamen Einsatz für ein sauberes Stadtbild. Stadtsauberkeit könne nur funktionieren, wenn Verwaltung, Bürgerschaft und Ehrenamt zusammenarbeiten, so Maier.
Münster holt den ersten Platz
Besonders erfolgreich war in diesem Jahr der Stadtbezirk Münster. Für das Engagement bei den Let’s-Putz-Aktionen gab es den ersten Platz und ein Preisgeld von 2.500 Euro. Stellvertretend ausgezeichnet wurden Schülerinnen und Schüler der Klasse 3a der Elise von König Gemeinschaftsschule Stuttgart-Münster.
Platz zwei ging an Birkach, verbunden mit einem Preisgeld von 1.500 Euro. Botnang erreichte den dritten Platz und erhielt 500 Euro. Die Auszeichnungen wurden von Ordnungsbürgermeister Dr. Clemens Maier und Benjamin Barth, Vorsitzender des Fördervereins „Sicheres und Sauberes Stuttgart“, überreicht.
Insgesamt beteiligten sich 7.721 Menschen an den Let’s-Putz-Aktionen. Sie sammelten Abfälle, säuberten Plätze und Wege und setzten damit ein sichtbares Zeichen für mehr Sauberkeit im eigenen Stadtbezirk.
Kontrollen und Aufklärung während des Müllmarathons
Beim Müllmarathon ging es nicht nur ums Aufräumen. Auch die Information und Kontrolle standen im Mittelpunkt. Der Städtische Vollzugsdienst, die Verkehrsüberwachung und die Entsorgungsüberwachung der AWS waren verstärkt in Bereichen unterwegs, in denen immer wieder Probleme mit illegal entsorgtem Müll auftreten.
Dabei setzten die Einsatzkräfte sowohl auf Kontrollen als auch auf Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern. Unter anderem wurden Taschenaschenbecher an Raucherinnen und Raucher verteilt.
Der Städtische Vollzugsdienst registrierte während des Aktionszeitraums insgesamt 112 abfallbezogene Vorkommnisse. Daraus resultierten 18 mündliche Verwarnungen und drei eingeleitete Ordnungswidrigkeitenverfahren. Zudem wurden mehr als 81 Meldungen an die AWS weitergegeben, damit wilde Müllablagerungen möglichst schnell beseitigt werden konnten.
Gemeinsam für ein sauberes Stuttgart
Der Müllmarathon machte deutlich, dass Stadtsauberkeit nicht allein durch die tägliche Arbeit der AWS gewährleistet werden kann. Auch das Verhalten der Bürgerinnen und Bürger sowie das Engagement von Schulen, Vereinen, Unternehmen und Initiativen spielen eine wichtige Rolle.
Gestartet war die Aktion am 19. September auf dem Stuttgarter Marktplatz. Dort informierte die AWS im Rahmen ihres Tags der offenen Tür über Abfallentsorgung und Stadtsauberkeit. Mit der Abschlussveranstaltung am 23. September endete der erste Müllmarathon in Stuttgart.
Text: M.C. Alten-Siegl
Fotocredits: Julian Rettig Rechte Stadt Stuttgart

