Müllmarathon in Stuttgart: Fünf Tage für mehr Sauberkeit
Stuttgart setzt ein Zeichen gegen Vermüllung: Vom 19. bis 23. September dreht sich in der Stadt erstmals alles um einen sauberen öffentlichen Raum. Rund um den World Cleanup Day am 20. September bündeln Stadt, Abfallwirtschaft und Ehrenamt ihre Kräfte.
Ein sauberes Stuttgart entsteht nicht allein durch die Arbeit der Müllabfuhr. Mit dem erstmals stattfindenden Müllmarathon will die Landeshauptstadt vom 19. bis 23. September für mehr Aufmerksamkeit beim Thema Abfall sorgen. Geplant sind zusätzliche Aktionen, verstärkte Kontrollen und Aufklärung – aber auch gemeinsame Müllsammelaktionen.
Der Startschuss fällt am Samstag, 19. September, um 12 Uhr auf dem Stuttgarter Marktplatz. Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper eröffnet den Müllmarathon im Rahmen des Tags der offenen Tür des Rathauses am Stand der Abfallwirtschaft Stuttgart (AWS).
Dort können sich Besucherinnen und Besucher über die richtige Entsorgung von Abfällen informieren und mit verschiedenen Akteuren ins Gespräch kommen. Beteiligt sind unter anderem die Entsorgungsüberwachung der AWS, der Verein „Sicheres und Sauberes Stuttgart“ sowie das Amt für öffentliche Ordnung.
Kontrolle, Aufklärung und gemeinsames Anpacken
Während des Müllmarathons soll sichtbar werden, wie viele unterschiedliche Stellen sich das ganze Jahr über um Sauberkeit in Stuttgart kümmern. Dabei setzt die Stadt auf einen Dreiklang aus Kontrolle, Prävention und freiwilligem Engagement.
Die Entsorgungsüberwachung der AWS geht illegalen Müllablagerungen nach. Die sogenannten „Müll-Sheriffs“ überprüfen Hinweise, suchen nach möglichen Verursachern und veranlassen die Beseitigung des Abfalls. Können Verursacher ermittelt werden, können ihnen die Entsorgungskosten in Rechnung gestellt und Bußgeldverfahren eingeleitet werden. Gleichzeitig gehört auch die Information der Bürgerinnen und Bürger zu den Aufgaben des Teams.
Eine wichtige Rolle spielt zudem der Förderverein „Sicheres und Sauberes Stuttgart“, der sich seit 1997 für ein attraktives und sicheres Stadtbild engagiert. Bekannt sind insbesondere die „Let's putz“-Aktionen, bei denen Vereine, Unternehmen und zahlreiche Freiwillige in den 23 Stadtbezirken Grünanlagen und Verkehrsflächen von Müll befreien. Auch während des Müllmarathons sind zusätzliche Sammelaktionen geplant.
Mehr Präsenz an bekannten Müll-Hotspots
Auch der städtische Vollzugsdienst und die Verkehrsüberwachung sind während des Aktionszeitraums verstärkt unterwegs. Der Schwerpunkt liegt auf der Innenstadt sowie bekannten Bereichen in den Außenbezirken.
Dabei geht es zunächst um Prävention und Aufklärung. Die Mitarbeitenden suchen gezielt das Gespräch und informieren über die Folgen von Vermüllung und die richtige Entsorgung. Werden Verstöße festgestellt, können diese jedoch auch mit Bußgeldern geahndet werden.
Abschluss mit Bilanz und Ehrung
Am Mittwoch, 23. September, endet der erste Stuttgarter Müllmarathon auf dem Betriebsgelände der AWS. Dort soll Bilanz gezogen werden. Außerdem werden die Sieger der „Let's putz“-Aktionen der vergangenen Monate ausgezeichnet.
Der Müllmarathon verbindet damit unterschiedliche Ansätze: Die Stadt setzt auf Kontrollen und Aufklärung, die AWS auf konsequente Entsorgungsüberwachung und zahlreiche Stuttgarterinnen und Stuttgarter packen bei Sammelaktionen selbst mit an.
Denn die Botschaft der Aktion ist klar: Sauberkeit im öffentlichen Raum ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Wer Abfälle richtig entsorgt und auf sein Umfeld achtet, leistet einen direkten Beitrag zum Stadtbild und zur Lebensqualität in Stuttgart.
Text: M.C. Alten-Siegl
Fotocredits: KI generiert

