Stuttgarter Wahrzeichen verschwindet vorübergehend: „Lobotchevsky“ wird restauriert
Ein prägendes Kunstwerk der Stuttgarter Innenstadt macht vorübergehend Platz: Die monumentale Stahlskulptur „Lobotchevsky“ von Mark di Suvero wird restauriert. Am 24. März lässt die Stadt das über acht Meter hohe Kunstwerk am Rotebühlplatz demontieren und abtransportieren. Im Herbst soll die Skulptur frisch saniert an ihren angestammten Standort zurückkehren.
Die 1987/88 entstandene Großplastik zählt zu den bedeutendsten Kunstwerken im öffentlichen Raum in Stuttgart. Ursprünglich im Rahmen einer Ausstellung des Württembergischer Kunstverein Stuttgart im Oberen Schlossgarten präsentiert, wurde „Lobotchevsky“ Anfang der 1990er-Jahre dauerhaft am heutigen Standort installiert – direkt vor dem Treffpunkt Rotebühlplatz.
Mit ihrer markanten, abstrakten Stahlkonstruktion steht die Skulptur exemplarisch für das Werk di Suveros, der als einer der wichtigsten Vertreter monumentaler, abstrakter Bildhauerei gilt. Inspiriert ist der Name von Nikolai Iwanowitsch Lobatschewski – seine mathematischen Ideen spiegeln sich in den dynamischen Formen der Plastik wider.
Nach Jahrzehnten im Freien zeigen sich deutliche Spuren von Witterung und Umwelt: Die rote Farbe ist verblasst, der Lack beschädigt, Korrosion hat sich ausgebreitet. Die anstehende Restaurierung umfasst daher eine umfassende Sanierung mit Korrosionsschutz, neuer Beschichtung und Graffitischutz – abgestimmt mit dem Künstlerstudio.
Auch logistisch wird der Abbau zur Herausforderung: Die rund 8,7 Meter hohe und etwa fünf Tonnen schwere Skulptur wird mit zwei Schwerlastkränen in Einzelteile zerlegt. Rund um den Rotebühlplatz kommt es am 24. März zu Verkehrseinschränkungen – insbesondere an der Fritz-Elsas-Straße.
Mit der Restaurierung will die Stadt ein identitätsstiftendes Kunstwerk sichern – und eines der bekanntesten Wahrzeichen der Innenstadt fit für die Zukunft machen.
Foto und Rechte: Stadtarchiv

