Die Region Stuttgart gehört zu den kaufkraftstärksten Standorten Deutschlands.
Mit einer einzelhandelsrelevanten Kaufkraft von 23,5 Milliarden Euro reiht sie sich neben München und Rhein-Main an die Spitze. Für den stationären Einzelhandel eröffnet dies große Chancen – doch Onlinekäufe und Ausgaben außerhalb der Region sorgen dafür, dass nicht alle Umsätze vor Ort ankommen.
Eine aktuelle IHK-Studie macht deutlich, wo die Ursachen liegen: Große Einkaufszentren am Stadtrand, schwer erreichbare Innenstädte sowie Leerstände schwächen die Attraktivität der Zentren. Für lebendige Städte sei ein vielfältiger Mix entscheidend – Handel allein reiche nicht aus. Gastronomie, Kultur und Freizeitangebote spielen ebenso eine Rolle wie Sauberkeit und Sicherheit. Die „City-Studie Stuttgart 2025“ zeigt, dass kulturelle Angebote für ein Drittel der Befragten den größten Einfluss auf die Attraktivität haben.
Trotz globaler Unsicherheiten rechnet der regionale Einzelhandel 2025 mit einem Umsatzplus auf 18,8 Milliarden Euro. Mehr als ein Viertel der gesamten Kaufkraft Baden-Württembergs entfällt damit auf die Region Stuttgart. Während kleinere und mittlere Städte im Umland von einer überdurchschnittlich hohen Kaufkraft profitieren, verliert Stuttgart im Vergleich mit anderen Metropolen an Bindungskraft: Die Zentralitätskennziffer der Landeshauptstadt sank innerhalb von fünf Jahren von Platz drei auf Platz zehn.
Die IHK setzt auf neue Impulse wie Innenstadtberatungen, Unternehmer-Initiativen und ein Zusammenspiel von Handel, Politik und Gesellschaft, um die Kaufkraft künftig stärker in die Zentren zu lenken.
Fotocredits Stuttgart Inside Archiv

