Bundestagswahl 2025: Hochspannung in Stuttgart – Wahlbeteiligung erreicht Rekordniveau
Die Stimmen der Bundestagswahl 2025 sind in Stuttgart ausgezählt. Besonders auffällig: Die Wahlbeteiligung erreichte mit 82,9 % einen Spitzenwert, der zuletzt 2002 verzeichnet wurde.

Enges Rennen um das Direktmandat in Stuttgart I
Im Wahlkreis 258 (Stuttgart I) kam es zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Simone Fischer (Bündnis 90/Die Grünen) und Elisabeth Schick-Ebert (CDU). Beide Kandidatinnen erzielten jeweils 28,3 % der Erststimmen. Der Unterschied ist minimal: Fischer liegt mit nur 16 Stimmen Vorsprung vorne. Aufgrund möglicher Stimmumwidmungen bleibt das amtliche Endergebnis abzuwarten. Den dritten Platz belegte Lucia Schanbacher (SPD) mit 15,7 %, gefolgt von Luigi Pantisano (Die Linke) mit 8,8 %, Steffen Degler (AfD) mit 8,6 % und Judith Skudelny (FDP) mit 5,8 %.
Klarer Sieg für die CDU in Stuttgart II
Im Wahlkreis 259 (Stuttgart II) war das Ergebnis eindeutiger: Maximilian Mörseburg (CDU) setzte sich mit 30,4 % deutlich gegen Anna Christmann (Grüne) durch, die 21,3 % der Erststimmen erhielt. Weitere Ergebnisse: Dietmar Bulat (SPD) mit 15,9 %, Michael Mayer (AfD) mit 14,6 %, Aynur Karlikli (Die Linke) mit 9,0 % und Mark Wieczorrek (FDP) mit 4,2 %.
Ob Fischer und Mörseburg direkt in den Bundestag einziehen werden, hängt nun auch vom bundesweiten Wahlergebnis und den Listenplatzierungen ihrer Parteien ab.
CDU bei den Zweitstimmen vorn
Deutlich zeigt sich das Stuttgarter Ergebnis bei den Zweitstimmen. Hier liegt die CDU mit 26,5 % vorn, gefolgt von den Grünen mit 21,6 % und der SPD mit 15,6 %. Die weiteren Platzierungen: AfD (11,4 %), Die Linke (10,9 %), FDP (6,6 %) und das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) mit 4,0 %.
Wahlbeteiligung auf Rekordhoch
Mit 82,9 % lag die Wahlbeteiligung deutlich über dem Niveau der letzten Bundestagswahl 2021 (78,5 %) und auf dem höchsten Stand seit 2002. Kreiswahlleiter Dr. Clemens Maier verkündete die vorläufigen Ergebnisse am Abend des 23. Februar.
Oberbürgermeister Nopper warnt vor Einflussverlust
Stuttgarts Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper (CDU) bezeichnete die Wahl als „Richtungswahl in stürmischen Zeiten“ und betonte die Bedeutung der gestiegenen Wahlbeteiligung. Gleichzeitig warnte er davor, dass Stuttgart künftig mit weniger Abgeordneten im Bundestag vertreten sein könnte: „Dies wäre leider eine Schwächung Stuttgarts in Berlin.“
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