Bürgermeister deutscher Autostädte fordern EU zum Handeln auf
Die Automobilindustrie als Schlüsselbranche Europas steht unter Druck. Um Arbeitsplätze und Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, haben 15 Bürgermeister deutscher Autostädte die Initiative „Bürgermeister für einen starken Automobilstandort“ ins Leben gerufen. Mit einem 7-Punkte-Papier fordern sie von der Europäischen Kommission unter Ursula von der Leyen konkrete Maßnahmen.
7 zentrale Forderungen
Die Verwaltungschefs drängen auf:
- Ein klares Bekenntnis zur Autoindustrie als Kern der Wirtschaft.
- Technologieoffenheit statt Verbrennerverbot – inklusive Plug-in-Hybride.
- Faire Wettbewerbsbedingungen in Europa und weltweit.
- Aussetzung von Strafzahlungen für nicht erreichte CO2-Flottengrenzwerte.
- Verlässliche Förderung für Innovationen wie Wasserstoff- und Batterietechnologien.
- Massiven Ausbau der Schnellladeinfrastruktur.
- Einen gerechten Transformationsprozess ohne Belastung von Bürgern und Kommunen.
Breite politische Unterstützung
Zu den führenden Köpfen der Kampagne zählen die Oberbürgermeister Frank Nopper (Stuttgart), Dennis Weilmann (Wolfsburg), Simon Blümcke (Friedrichshafen) und Uwe Conradt (Saarbrücken). Ihnen haben sich elf weitere Stadtoberhäupter parteiübergreifend angeschlossen, darunter Eva Weber (Augsburg), Thomas Kufen (Essen) und Bernd Vöhringer (Sindelfingen). Gemeinsam vertreten sie über 600.000 Arbeitsplätze in der Automobilbranche.
Kampf um eine starke Automobilwirtschaft
„Europa braucht wieder eine echte Leistungs- und Wettbewerbskultur. Die Automobilindustrie ist Innovationstreiber und Garant für Wohlstand. Jetzt ist entschlossenes Handeln gefragt“, fordern die Bürgermeister. In den kommenden Wochen soll die Initiative weiter ausgebaut und der Dialog mit der Politik intensiviert werden.
Positionspapier Bürgermeister für einen starken Automobilstandort
Bildnachweis: Fabrice Weichelt/Stadt Stuttgart

