Amphibienwanderung: Achtung auf den Straßen
Mit dem Frühlingsbeginn setzen sich tausende Amphibien in Bewegung. Frösche, Kröten und Molche wandern zwischen Februar und Mai zu ihren Laichgewässern. Besonders in diesen Monaten ist erhöhte Aufmerksamkeit im Straßenverkehr geboten.
Gefahr durch Verkehr
Viele Amphibien, darunter Erdkröten, Grasfrösche und Feuersalamander, überqueren Straßen auf ihrem Weg zu den Geburtsgewässern. Ab einer Temperatur von vier bis fünf Grad Celsius und bei Regen steigt ihr Wanderaufkommen erheblich. Da diese Tiere besonders geschützt sind, werden in Stuttgart Schutzmaßnahmen ergriffen.
Schutzmaßnahmen und Sperrungen
In betroffenen Gebieten wie dem Rot- und Schwarzwildpark, dem Frauenkopf und dem Naturschutzgebiet "Unteres Feuerbachtal" werden Schutzzäune und Amphibiendurchlässe eingerichtet. Zudem gibt es zeitweise Straßensperrungen, etwa auf der Verbindung zwischen Zazenhausen und Mühlhausen, sowie Tempolimits von 10 km/h auf besonders gefährdeten Strecken.
Unterstützung durch NABU
Die Stadt Stuttgart und der NABU überwachen die Wanderstrecken. Freiwillige, die helfen möchten, können sich unter 626944 oder per E-Mail an nabunabu‐stuttgart.de melden.
Appell an Autofahrende
In betroffenen Straßenabschnitten gilt: langsam fahren, Rücksicht auf Amphibien und Helfer nehmen. Besonders bei Regen kann das Wanderaufkommen steigen. Alternative Routen sollten, wenn möglich, genutzt werden.
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