🚨 Bundesweiter Warntag: Stuttgart testet am 10. September verschiedene Warnkanäle
Am Donnerstag, 10. September, findet der bundesweite Warntag statt. Auch in Stuttgart werden ab 11 Uhr verschiedene Warnsysteme getestet. Die Probewarnung soll gegen 11:45 Uhr wieder aufgehoben werden.
Die Stuttgarter Bevölkerung kann die Testwarnung über mehrere Kanäle erhalten – darunter Cell Broadcast, Warn-Apps wie NINA und KATWARN, Radio, Fernsehen, Internetangebote sowie die Social-Media-Kanäle der Feuerwehr und der Stadt Stuttgart. Auch die digitalen Stadtinformationstafeln im Stadtgebiet können für Warnmeldungen genutzt werden.
📱 Warnung direkt aufs Handy
Eine zentrale Rolle spielt der seit 2023 bundesweit verfügbare Warnkanal Cell Broadcast. Dabei werden Warnmeldungen hoher Warnstufen direkt an Mobiltelefone gesendet. Eine App ist dafür nicht erforderlich. Seit November 2025 können über Cell Broadcast auch Entwarnungen verschickt werden.
In Stuttgart stehen zusätzlich mehrere mobile Sirenenfahrzeuge zur Verfügung. Sie können bei örtlich begrenzten Schadenslagen, beispielsweise bei einem Gefahrstoffaustritt, eingesetzt werden.
🏙️ Rund 250 digitale Informationstafeln
Auch die digitalen Stadtinformationstafeln sind inzwischen Bestandteil des Stuttgarter Warnsystems. Gemeinsam mit den Partnern Ströer und Wall wurden die Tafeln an ober- und unterirdischen Haltestellen der SSB integriert. Dadurch kann die Branddirektion Stuttgart inzwischen auf rund 250 zusätzliche digitale Flächen an stark frequentierten Straßen, Plätzen und Stadtbahnhaltestellen zurückgreifen.
Der geplante Ausbau eines flächendeckenden stationären Sirenennetzes ist weitgehend vorbereitet. Für die bauliche Umsetzung stehen derzeit allerdings keine Haushaltsmittel zur Verfügung. Bis auf Weiteres setzt Stuttgart deshalb auf den bestehenden Mix verschiedener Warnkanäle.
🧯 Warntag als Test für den Ernstfall
Der bundesweite Warntag soll nicht nur die technischen Warnsysteme überprüfen, sondern auch die Bevölkerung mit den unterschiedlichen Warnmöglichkeiten vertraut machen. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse sollen dazu beitragen, das Warnsystem weiterzuentwickeln.
Wichtig: Auch während des Warntags bleiben die Warnkanäle für echte Gefahrenlagen verfügbar.
🏠 Katastrophenschutz empfiehlt eigene Vorsorge
Die Feuerwehr und der Katastrophenschutz Stuttgart erinnern zugleich daran, für Krisensituationen selbst vorzusorgen. Bei großflächigen Ereignissen wie einem länger andauernden Stromausfall können Einsatzkräfte nicht überall gleichzeitig helfen.
Empfohlen werden unter anderem ausreichende Vorräte an haltbaren Lebensmitteln und Trinkwasser, ein Batterieradio, Taschenlampen sowie ausreichend Ersatzbatterien. Informationen zur persönlichen Krisenvorsorge stellt die Stadt Stuttgart online bereit.
Text: M.C.Alten-Siegl
Fotocredits Feuerwehr Stuttgart

