Stuttgart als deutsches Wimbledon.
Edwin Weindorfer, der Turnierdirektor der BOSS Open (6.bis 14.Juni) in Stuttgart, hat einen Traum. Der Österreicher träumt vom Finale von Olympiasieger Alexander Zverev und dem Weltranglistenersten Jannik Sinner. Die French Open in Paris machen's möglich.
Während in Roland Garros nach dem Ausscheiden der Stars das Chaos herrscht, könnten die BOSS Open in Stuttgart zum Profiteur werden und zum Turnier der Weltklasse aufsteigen. Mit Zverev (WTA Nr.3), US-Boy Ben Shelton (WTA Nr.5), US-Boy und Vorjahressieger Taylor Fritz (WTA Nr.9) und dem Kasachen Aleksander Bublik (WTA Nr.10) sind bereits vier der TOP10 am Start.
Und es könnte noch besser kommen, wenn der Weltranglistenerste Jannik Sinner, der in Paris in der 2.Runde ausgeschieden war, doch noch in Stuttgart mittels Wildcard aufschlägt.
Plötzlich scheint Bewegung in die Sache zu kommen, könnte aus der Utopie Wirklichkeit werden.
Auch wenn Karheinz Wieser, der Chefpressesprecher der BOSS Open, Anfragen in puncto Sinner gar nicht mehr hören mag. Aber auch der Medienprofi Wieser vermag neuerdings mögliche Kontakte zwischen Veranstalter e-motion und dem Management des Südtirolers Sinner nicht mehr grundsätzlich ausschließen. Wieser zu Stuttgart Inside, knapp: "Alles ist möglich."
Auch dass Sinner erstmals in Stuttgart aufschlägt. Käme es so, dass der Weltranglistenerste erstmals auf dem Stuttgarter Rasen spielen würde, müsste er erst im Achtelfinale ran. Mit Zverev, dem Dritten der Weltrangliste wäre das kleine 250er Turnier unversehens in die Weltklasse katapultiert.
Der Stuttgarter Weissenhof (751 630 Euro Preisgeld) avancierte zum deutschen Wimbledon.
Und Edwin Weindorfer, Mitbegründer und Geschäftsführer von Veranstalter e-motion group hätte nur seine eigene Maxime erfüllt, wonach nur der Himmel die Grenze ist. Oder eben Wimbledon.
Klein, aber fein, das war der Weissenhof schon immer.
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Klaus Henrich
Fotocredits: BOSS OPEN.com

