Deutscher Doppelschlag in Stuttgart – Engel sorgt für Sensation, Zverev startet souverän
Der Donnerstag bei den BOSS OPEN auf dem Stuttgarter Weissenhof geriet ganz im Zeichen der deutschen Tennisstars: Der erst 17-jährige Justin Engel und Topfavorit Alexander Zverev zogen mit überzeugenden Achtelfinalsiegen ins Viertelfinale ein – und sorgten für einen echten Deutschland-Tag beim Rasenklassiker.
Justin Engel begeistert mit nächster Sensation
Der junge Nürnberger Engel setzte seinen kometenhaften Aufstieg eindrucksvoll fort. Mit einem 6:4, 6:4-Erfolg gegen den US-Amerikaner Alex Michelsen (ATP 35) feierte er nicht nur seinen bislang größten Karrieresieg, sondern schrieb auch Tennisgeschichte: Engel ist der jüngste Viertelfinalist in Stuttgart und der jüngste Spieler seit Boris Becker 1985, der bei einem ATP-Rasenturnier unter die letzten Acht einzog.
Engel ließ Michelsen mit einem fehlerfreien Spiel kaum eine Chance – keine Breakbälle zugelassen, 100 Prozent Punktquote beim ersten Aufschlag – eine Statistik, die selbst den Youngster überraschte: „Das ist unglaublich. Der Aufschlag war heute sicher der wichtigste Punkt für mich“, so Engel nach dem Match.
Im Viertelfinale wartet nun am Freitag um 11 Uhr mit Felix Auger-Aliassime (ATP 29) ein echter Prüfstein. Der Kanadier setzte sich ebenfalls mit 6:4, 6:4 gegen Giovanni Mpetshi Perricard durch. Engel bleibt dennoch gelassen: „Ich freue mich einfach über die Chance, gegen so einen großen Namen zu spielen.“
Zverev meistert erste Hürde mit Licht und Schatten
Wenige Stunden später betrat Alexander Zverev den Centre Court – und lieferte gegen den Franzosen Corentin Moutet (ATP 91) ein solides Debüt: 6:2, 7:6 (9:7) lautete das Endergebnis nach 1:51 Stunden. Auch wenn der Auftritt nicht makellos war, war der Weltranglistendritte am Ende zufrieden: „Es war nicht mein bestes Match, aber auf Rasen ist das nie einfach. Ich bin glücklich, dass ich in zwei Sätzen gewonnen habe.“
Im Viertelfinale trifft Zverev nun auf Brandon Nakashima (USA), der sich gegen Landsmann Learner Tien mit 7:6, 6:3 durchsetzte. Im direkten Duell liegt Zverev mit 3:0 klar vorne. „Ich kann mich an kein Match erinnern, das ich gegen ihn gespielt habe – aber stimmt, bei den US Open letztes Jahr. Ich werde mich wie immer gut vorbereiten.“
Zverev zeigte sich nach seinem Sieg auch beeindruckt vom jungen Engel: „Ein sehr guter Sieg für ihn heute. Es wird spannend sein, seinen Weg zu verfolgen.“

Bildnachweis: Stuttgart Inside Bild 1 + Titel , BOSS OPEN / Paul Zimmer Bild 2

