Die beste Spielerin triumphiert in Stuttgart zurecht
Die Kasachin Elena Rybakina lässt im Finale des Stuttgarter Porsche Tennis Grand Prix nichts anbrennen, lässt Shootingstar Karolina Muchova beim 7:5, 6:1 nicht den Hauch eine Chance. Das Finale geht mit nur 85 Minuten als eines der kürzesten in die Geschichte des Porsche Grand Prix ein.
Nach einem hart umkämpften ersten Satz hatte die Tschechin Muchova (WTA Nr.11) der brillant aufpielenden Rybakina, Nr.2 der WTA-Weltrangliste nichts mehr entgegenzusetzen. Muchova: "Ich habe versucht Elena zu bremsen, am Ende war der Akku leer, ich war ein wenig ausgepowert. Elena wollte den Porsche unbedingt." Aber sie sagte auch: "Heute ist nicht alle Tage. Ich komme nächstes Jahr wieder. Da will ich mir diesen Flitzer holen."
Wiederkommen will auch eine überglückliche Tennis-Königin Rybakina. Nach ihrem Sieg brauste sie mit Michael Leiters, Porsche Vorstandvorsitzender, auf dem Beifahrersitz im Siegerauto, einem Porsche 911 Carrera S Cabriolet, die Rampe hinunter auf den Sandplatz der Arena. Zum Sportwagen (ca 200 000 Euro) kommt zusätzlich noch das Preisgeld von 161 310 Euro.
Klar, dass Rybakina nach ihrem zweiten Turniersieg nach 2024 im siebten Tennishimmel war. Rybakina: "Ich bin superglücklich über meine Leistung in diesem Turnier. Ich werde auch meinen zweiten Porsche behalten. ihn keinesfalls verkaufen und ihn auch fahren. Mein zweiter Porsche wird aber mehr zum Familienauto, da dürfen alle mal ran. Natürlich auch ich, weil ich jetzt im Gegensatz zu 2024 einen Führerschein habe. Aber ich werde immer nur sehr vorsichtig fahren. Mein Dank geht aber auch ans Publikum, das mich zu dieser großartigen Leistung gepuscht hat."
Bleibt als einziger Wermutstropfen eines großen Turniers - 6 der TOP10 waren am Start - das schwache Abschneiden der deutschen Spielerinnen. Eva Lys, Laura Siegemund und Co. waren bereits in der 1.Runde und im Viertelfinale ausgeschieden.
Trotzdem zog Turnierdirektor Markus Günthardt eine positive Bilanz: "Wir sind mit dem Porsche Grand Prix 2026 sehr glücklich .Wir hatten an vier Tagen eine ausverkaufte Porsche-Arena. Insgesamt waren 34 000 Zuschauer vor Ort. Die Atmosphäre war wieder genauso wie man sie in Stuttgart kennt: emotional, fair, fachkundig, mit einem sehr feinen Gespür für enge hochklassige Matches. Für genau diese Momente und die Reaktionen der Menschen machen wir dieses Turnier"
Porsche-Sprecher Markus Rothermels Blick geht in die Zukunft . Rothermel: "Der Porsche Tennis Grand Prix ist ein gesellschaftliches Highlight der Region. Wir freuen uns auf weitere Turniere." Heißt auch: Der Porsche Tennis Grand Prix wird weiter Geschichte schreiben. Die 49.Auflage, das Vorjubiläumsturnier, steigt im nächsten Jahr (10. bis 18. April 2027).

