12. Mai 2025 / Sport

Keine Play-Ins für Ludwigsburg: RIESEN verpassen Thriller-Perfektion

Für die MHP RIESEN Ludwigsburg endet die Saison 2024/2025 mit einer sehr, sehr bitteren 72:73-Niederlage in München.

Veröffentlicht am 12. Mai 2025 um 09:33 Uhr

Für die MHP RIESEN Ludwigsburg endet die Saison 2024/2025 mit einer sehr, sehr bitteren 72:73-Niederlage in München. Bitter deshalb, da die Schwaben die Partie über 30 Minuten hinweg dominieren, 39:19 Minuten in Front liegen und, nachdem die Kraftreserven mit zunehmender Spieldauer gen Null sinken, in der Crunchtime einen 22-Punkte-Vorsprung vergeben und die Play-In-Qualifikation damit verpassen. Die Spielzeit endet für die Gelb-Schwarzen damit mit einer 16:16-Bilanz und, aufgrund eines Vierfach-Vergleichs mit Oldenburg, Rostock und Vechta auf Rang 11. 
 
Zunächst war davon wenig zu sehen: Der Schwere der Aufgabe begegneten die Schwaben ab dem Sprungball mit der positiven Emotionalität des sportlichen und emotionalen Rückenwindes der vergangenen Partien – und beeindruckten damit auf voller Länge. Unter der Ägide von Justin Simon, der eine sehr starke Leistung aufs Parkett legte, erspielten sie sich eine zweistellige Führung (0:11). München war konsterniert und wusste, ob der Drives und Würfe von Ezra Mañjon und Hunter Maldonado nicht (mehr), was geschah. Ludwigsburg spielte sich in einen Rausch, der lediglich von Andreas Obst und Devin Booker beantwortet wurde – gleichzeitig aber von den Foulproblemen von Joel Scott und Jonas Wohlfarth-Bottermann (je zwei) etwas überlagert wurde (12:25, 10.).
 
Das zweite Viertel sollte mit weiteren offensiven Glanzmomenten der Protagonisten des ersten Abschnitts einhergehen. Also: Booker und Obst schulterten die Bayern, während die MHP RIESEN ganzheitlich überzeugten. Scott traf mehrere Distanzwürfe in Serie und Ludwigsburg insgesamt 50% von jenseits der 6,75-Meter-Linie und Brandon Tischler agierte erneut maximal befreit und nutzte seine Energie gewinnbringend. Dennoch war das gelb-schwarze Spiel nicht eindimensional, sondern ganzheitlich gut: Die Schwaben-Jungs zogen unbekümmert in die Zone, fanden selbst den Abschluss oder den besser positionierten Nebenmann. Mit Ausnahme eines kleinen bayerischen Aufbäumens (23:35) waren die Gäste klar tonangebend, was sich beim Gang in die Kabinen sowohl auf der Anzeigetafel als auch akustisch bemerkbar machte. Der Fanblock verabschiedete die Schützlinge von Gordon Herbert mit einem ‚Wir wollen Euch kämpfen sehen‘-Sprechchor in die Kabine (33:51, 20.).
 0:14-Lauf sorgt für Herzrhythmusstörungen im RIESEN-Herz
 
Das 15-minütige Verschnaufen war vor allem für die quantitativ deutlich unterlegenen Ludwigsburger wichtig, sollte aber dennoch durch den Rhythmusbruch folgenschwer werden. Nach dem Seitenwechsel benötigten die Barockstädter minutenlang, um durch Tischler und Scott wieder Zugriff zu erlangen. Zuvor und auch fortan warfen sie zwar weiterhin ihre Körper, ihre Energie und jede Menge Defensivqualitäten aufs Parkett, das Mehr an Nachlässigkeiten und an Kraftverschleiß war aber deutlich und auch trotz der weiterhin zweistelligen Führung sichtbar (48:63, 30.)
 
Während die Gäste folglich immer weniger entgegenzusetzen hatten, brachte sich der FC Bayern Basketball derweil in einen Jetzt-erst-recht-Modus. Die Münchner trafen beinahe ausschließlich gute Entscheidungen und ebenso viele Würfe, waren in Person von Niels Giffey richtig clutch und hievten sich mit aller Macht zurück ins Spiel – was sich in den letzten fünf Minuten fortwährend potenzierte. Dahingehend nicht mehr mitwirken konnte Scott, der sein fünftes Foul kassierte und mit ansehen musste, wie mehrere, sehr, sehr knappe Entscheidungen mehrfach zu Gunsten der Münchner ausfielen. Diese provozierten ebenjene Situationen erfolgreich, nutzten diese aus und drehten das entstandene Defizit neun Sekunden vor dem Ende endgültig. Zuvor war der Ballbesitz nach einer minutenlangen Videoüberprüfung den Hausherren zugesprochen worden. Ludwigsburg versuchte, nach Masells letzter Auszeit und durch Mañjon nochmals den Lucky Punch zu setzen – doch dieser misslang, sodass eine herausragende Leistung ungekrönt blieb und die Spielzeit nach 34 Spieltagen endet(e).

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