Happy End auf der Waldau: TEC-Damen retten Bundesliga-Klassenerhalt – Aachen krönt sich zum Meister
Spannung bis zum letzten Ballwechsel, große Emotionen und zwei Sieger: Der letzte Spieltag der Tennis-Bundesliga der Damen hatte es auf der Anlage des TEC Waldau in Stuttgart in sich. Zwar ging die Partie gegen den neuen Deutschen Meister TK Blau-Weiß Aachen mit 2:7 verloren – doch am Ende wurde trotzdem gefeiert. Die TEC-Damen sicherten sich dank starker Doppelleistungen und Schützenhilfe aus Hannover den Klassenerhalt.
Aachens Meisterstück im Einzel
Aachen reiste in Bestbesetzung an – und ließ von Beginn an keinen Zweifel daran, dass man sich den ersten Meistertitel der Vereinsgeschichte holen wollte. In den Einzeln dominierten die Gäste und entschieden alle sechs Matches für sich. Besonders hart traf es die junge Carolina Kuhl, die beim 1:6, 0:6 gegen Anna Bondar chancenlos blieb. Routinier Kirsten Flipkens bot gegen Quirine Lemoine einen starken zweiten Satz, musste sich aber mit 2:6, 4:6 geschlagen geben.
Auch Anna Gabric zeigte gegen Marie Benoit ein begeisterndes Match auf hohem Niveau, unterlag aber mit 1:6, 6:7. Im Spitzeneinzel konnte Dalila Jakupovic gegen Suzan Lamens vor allem im zweiten Satz mithalten, verlor jedoch mit 0:6, 3:6. Am nächsten dran an einem Einzelpunkt war Vicky Pohle, die nach großem Kampf mit 4:6, 6:4, 8:10 gegen Aleksandra Krunic das Nachsehen hatte – ein Sieg Krunics, der Aachen vorzeitig den Titel sicherte.
Klassenerhalt im Doppel fix gemacht
Trotz der deutlichen Zwischenbilanz ließen sich die TEC-Damen nicht hängen – im Gegenteil. In den Doppeln bewiesen sie einmal mehr Teamgeist und Nervenstärke. Pohle und Flipkens profitierten von einer verletzungsbedingten Aufgabe ihrer Gegnerinnen und holten den ersten Punkt für Stuttgart. Zwar unterlagen Gabric und Zaja dem Aachener Duo Lamens/Melnikova, doch auf dem Center Court wuchs das letzte Waldau-Doppel über sich hinaus: Dalila Jakupovic und Nika Radisic drehten ein fast schon verlorenes Match gegen Bondar und Vandewinkel und siegten nach zweieinhalb Stunden mit 7:6, 6:7, 10:6.
Parallel kam aus Hannover die erlösende Nachricht: Der Konkurrent im Abstiegskampf, Luitpoldpark München, hatte zu wenige Matches gewonnen. Dank des besseren Matchverhältnisses sicherte sich Stuttgart den Ligaverbleib – und feierte gemeinsam mit dem neuen Meister ausgelassen auf heimischer Anlage.
Bürkle: „Ein richtiges Team“
Geschäftsführer Thomas Bürkle zeigte sich nach dem nervenaufreibenden Saisonfinale stolz und dankbar:
„Wir haben in einer nicht immer einfachen Saison den Klassenerhalt geschafft und dabei die beiden Absteiger im direkten Vergleich geschlagen. Mein Dank gilt allen Spielerinnen, Betreuern, Sponsoren und Mitgliedern. Was unser Teamgeist möglich macht, haben wir heute wieder eindrucksvoll gesehen.“
Insgesamt kamen in dieser Saison 15 Spielerinnen für den TEC zum Einsatz – von Routiniers wie Flipkens bis zu jungen Talenten wie Bartunkova und Fruhvirtova. Betreut wurde das Team von Jasmin Wöhr und Danijel Krajnovic, Mannschaftsführer Bürkle sowie dem Physio-Team rund um Leonie Rühlmann.
Fazit: Spannung, Emotionen und ein versöhnliches Ende
Auch wenn der sportliche Glanz des Tages auf Seiten der Aachenerinnen lag, die mit großem Jubel den Titel feierten – auf der Waldau strahlten am Ende alle. Der TEC bleibt erstklassig. Und das – wie so oft – in allerletzter Sekunde.
Bildnachweis TEC Waldau
Saisonfinale Waldau – Aachen
Die Mannschaft des TEC Waldau Stuttgart vor dem letzten Heimspiel gegen Aachen.
Von links Mannschaftsführer Thomas Bürkle, Dalila Jakupovic, Kirsten Flipkens,
Laura Schaeder, Anna Zaja, Nika Radisic, Anna Gabric, Coach Jasmin Wöhr,
Carolina Kuhl, Physio Leonie Rühlmann, Vicky Pohle und Coach Danijel Krajnovic.

