Die Stuttgarter Kickers setzen im Kampf um den DFB-Pokal alles auf eine Karte.
Mit sofortiger Wirkung haben sich die Blauen von Trainer Marco Wildersinn (45) getrennt. Nach nur einem Sieg aus den letzten fünf Spielen (4 Niederlagen) und zuletzt der bitteren 1:3-Pleite beim bereits als Regionalliga-Absteiger feststehenden Schott Mainz, zog die Führungsetage der Blauen um den sportlichen Leiter Lutz Siebrecht (58) die Reißleine. Der zum Saisonende auslaufende Zweijahresvertrag von Wildersinn war von den Kickers ohnehin nicht verlängert worden.
Bis zum Saisonende übernimmt Co-Trainer Kerem Arslan (31) interimsweise die Verantwortung als Cheftrainer. Unterstützt wird der Deutschtürke von Übergangskoordinator und Ex-Profi Julian Leist (38) und Jakob Braun (28). Zur Saison 2026/27 kommt dann, wie geplant, Holger Bachthaler (51) als neuer Cheftrainer.
Wäre Wildersinn weiter im Amt geblieben, wäre für Siebrecht die Gefahr zu groß gewesen, nach der Meisterschaft - 22 Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Großaspach - auch das zweite Saisonziel, das Finale um den WFV-Pokal zu verpassen. Im Halbfinale geht's für die Kickers beim heimstarken Verbandsligisten FC Holzhausen (Mittwoch 17.30 Uhr) um den Einzug ins WFV-Pokalfinale im heimischen Waldau-Stadion (23.5.) Beim einem Finalsieg wären die Blauen für den DFB-Pokal qualifiziert. Für die 1.Runde im DFB-PoKal winkt den Blauen die Garantiesumme von 250 000 Euro. Geld, dass die etwas klammen Kickers gut gebrauchen könnten.
Siebrecht im Klartext: "Die Ergebnisse und vor allem die Art und Weise unserer Auftritte in den letzten Wochen waren nicht zufriedenstellend. Wir haben intern eine klare Tendenz gespürt, dass die Mannschaft aktuell nicht ihr Leistungsvermögen abruft. In dieser entscheidenden Phase der Saison, sehen wir uns in der Verantwortung alles zu unternehmen, um eine Trendwende einzuleiten
Das sieht auch Präsident Rainer Lorz (63) so. Lorz: "Wir stehen vor wichtigen Wochen, in denen wir als Verein und Mannschaft Geschlossenheit und Entschlossenheit zeigen müssen. Dafür braucht es jetzt neue Energie, klare Impulse und den unbedingten Willen, gemeinsam alles zu investieren. Die Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen, aber wir sind überzeugt, dass sie im Sinne des Vereins notwendig ist."
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Klaus Henrich
Fotocredits: Stuttgarter Kickers Instagram

