In den sozialen Medien reagieren die Stuttgarter enttäuscht auf das Aus und der Ärger auf die Besucher groß. „Wie asozial ist das denn bitte, dann auch noch die eigenen Getränke mitzubringen?“, fragt sich ein Facebook-User. „Ich würde gar nicht auf solche Ideen kommen. Nehmen die dann auch ihren Glühwein in der Thermosflasche mit auf den Weihnachtsmarkt?“, äußert eine weitere. „Besucher benehmen sich ständig daneben und sind hinterher wütend, dass die Angebote wegfallen“, kommentiert ein Nutzer empört. Andere wiederum wundern sich darüber weniger. „Naja mal ganz ehrlich, die Preise sind teilweise auch echt überzogen“ oder „Schwaben halt“, heißt es im Netz
Einen Hoffnungsschimmer gibt es für alle Fans des Marienplatzfestes dennoch, denn die Veranstaltung soll im kommenden Jahr wieder zurückkehren. Die Organisatoren seien mit den kulturpolitischen Sprechern der Gemeinderats-Fraktionen und dem Kulturamt im Gespräch gewesen, schreiben die StN. Auch der Haupt-Sponsor Dinkelacker bleibt an Bord. Die Hoffnung liegt darin, dass auch die Stadt Geld zusteuere. Es wird nun versucht, eine Förderung für das Kulturprogramm bei Stadtteilfesten im Haushalt zu verankern.
Für Marcel Roth von den Grünen und Jürgen Sauer von der CDU ist jedoch auch klar: Das Marienplatzfest funktioniere nur mit der Solidarität der Besucher. „Die Absage ist ein Warnschuss“, betont Roth. Die Straßenfeste in Stuttgart haben bloß eine Chance, wenn die Gäste auch ihr eigenes Verhalten hinterfragen würden.

