Mit Bildern Brücken bauen: Sammlung Domnick in Nürtingen kehrt zu ursprünglicher Hängung zurück
Nürtingen. Auf der Oberensinger Höhe zeigt sich die Sammlung Domnick seit Kurzem wieder so, wie sie einst von Greta und Ottomar Domnick konzipiert wurde. Die originale Hängung der Kunstwerke ist rekonstruiert – und damit auch die Vision der Sammler, die ihre Sammlung vor über 50 Jahren dem Land Baden-Württemberg vermachten.
Festakt mit prominenten Gästen
Bei einem Festakt würdigten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Kultur und Diplomatie den Abschluss des Projekts. Heiko Engling, Ministerialdirektor im Finanzministerium Baden-Württemberg, hob die Bedeutung der Sammlung hervor: „Die Domnicks hinterließen dem Land ein bedeutendes Erbe. Ihre Sammlung ist mehr als die Summe der einzelnen Kunstwerke. Sie ist Zeugnis einer Brücke zwischen Frankreich und Deutschland nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs.“
Patricia Alberth, Geschäftsführerin der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, betonte den Wert der historischen Präsentation: „Die Authentizität des Raums ist uns wichtig. Mit dem Abschluss des Projekts wird die Vision, die Greta und Ottomar Domnick teilten, wieder sichtbar.“
Auch der französische Generalkonsul in Stuttgart, Gaël de Maisonneuve, Nürtingens Oberbürgermeister Johannes Fridrich und Kunsthistoriker Uwe Degreif, der für Gutachten und Umhängung verantwortlich zeichnete, würdigten die Wiederherstellung der ursprünglichen Anordnung.
Ein Gesamtkunstwerk der Moderne
Die Sammlung Domnick gilt als einzigartiges Ensemble aus Landschaft, Architektur und Kunst. Greta und Ottomar Domnick schufen damit ein Gesamtkunstwerk, das sie dem Land Baden-Württemberg schenkten. Mit der Rückkehr zur originalen Hängung wird der historische Charakter nun wieder erfahrbar – und die Idee einer kulturellen Brücke sichtbar, die das Sammlerpaar nach den Schrecken des Zweiten Weltkriegs mit seiner Sammlung schlagen wollte.
Die rekonstruierte Präsentation führt Besucherinnen und Besucher zurück zu den Anfängen: Die Gemälde hängen wieder so, wie sie beim Übergang der Sammlung in staatliches Eigentum zu sehen waren. Damit verbindet die Sammlung Domnick erneut Kunst, Geschichte und ein starkes Zeichen für Verständigung.
Fotocredits:Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg Tom Weller

