Der Verkehrsbereich kommt nicht zur Ruhe:
Die Gewerkschaft Verdi will Teile des deutschen Flugverkehrs blockieren – die Schwestergewerkschaft EVG den gesamten Betrieb der Deutschen Bahn und anderer Schienenkonzerne.
Ungeachtet des noch offenen Tarifausgangs im öffentlichen Dienst wird der Verkehrssektor in Deutschland in den kommenden Tagen wieder bestreikt. Dabei geht es um unterschiedliche Tarifkonflikte im Bahnbereich sowie an den Flughäfen.
Einerseits ruft die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG überall dort, wo sie derzeit Tarifverhandlungen führt, zu Warnstreiks auf – insbesondere bei der Deutschen Bahn sowie bei weiteren 48 Unternehmen des Regionalverkehrs.
Demnach sollen die Gewerkschaftsmitglieder am kommenden Freitag zwischen drei Uhr am Morgen bis elf Uhr am Vormittag die Arbeit niederlegen. Die EVG geht davon aus, „dass am Freitagmorgen auf der Schiene nichts laufen wird“. Vorerst drei Flughäfen im Norden und Westen betroffen Die Gewerkschaft Verdi ruft an den Flughäfen Düsseldorf, Hamburg und Köln/Bonn Beschäftigte im Luftsicherheitsbereich, die in der Fluggastkontrolle sowie der Personal- und Warenkontrolle tätig sind, zum ganztägigen Warnstreik auf. Dieser soll schon in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag beginnen und in der Nacht von Freitag auf Samstag enden.
Es sei mit längeren Wartezeiten bis hin zu Flugausfällen oder -streichungen zu rechnen, heißt es. Nicht direkt tangiert ist damit der Flughafen Stuttgart – allenfalls einzelne Flüge könnten gestrichen werden. Da auch die großen Drehkreuze Frankfurt und München diesmal noch ausgenommen werden, dürften sich die Folgen in Grenzen halten. Allerdings ist auch an diesen Flughäfen in nächster Zeit erneut mit Blockaden zu rechnen.

