Die Schwarzwaldhalle in Karlsruhe verwandelte sich am Samstagabend in eine riesige ESC-Partyzone.
Rund 3.200 Fans feierten bei der SWR3 ESC Party gemeinsam das Finale des Eurovision Song Contest 2026 aus Wien – mit schrillen Outfits, Flaggen, Fanartikeln und echter Eurovision-Stimmung. Die Veranstaltung war nahezu ausverkauft und vom SWR hervorragend organisiert.
Durch den Abend führte SWR3-Moderator Sebastian „Basti“ Müller mit viel Energie, Humor und ESC-Leidenschaft. Während der Voting-Phase sorgte SWR3-DJ Josch Kochhann dafür, dass die Stimmung in der Schwarzwaldhalle nicht abfiel. Mit seinen Beats heizte er den Fans während der Punktevergabe ordentlich ein und machte die Wartezeit bis zum Finale selbst zur Party.

Schon vor dem eigentlichen Public Viewing sorgten die Live-Auftritte von Michael Schulte sowie Abor & Tynna für Begeisterung in der Halle. Besonders Michael Schulte lieferte einen emotionalen und energiegeladenen Auftritt ab, der vom Publikum gefeiert wurde. Auch Abor & Tynna überzeugten mit ihrer Performance und brachten die Menge früh in ESC-Stimmung.

Noch vor der großen Live-Schaltung erhielten wir eine exklusive Backstage-Führung hinter die Kulissen der SWR3 ESC Party. Dabei wurde eindrucksvoll sichtbar, welcher enorme technische und organisatorische Aufwand hinter einer solchen Live-Produktion steckt. Vom Regie-Team über die Kameraführung bis hin zur sekundengenauen Abstimmung der Abläufe wirkte alles perfekt vorbereitet und hochprofessionell. Besonders beeindruckend war, wie punktgenau und ruhig das gesamte SWR-Team trotz der Live-Situation arbeitete.
Ab 20:15 Uhr wurde live aus Karlsruhe in die große ESC-Countdown-Show mit Barbara Schöneberger nach Wien geschaltet. Die Moderatorin meldete sich gemeinsam mit Gästen aus dem Museumsquartier in Wien, während die Fans in Karlsruhe europaweit sichtbar Teil der TV-Show wurden.
Pünktlich um 21 Uhr begann das große Public Viewing des Eurovision Song Contest auf einer riesigen LED-Wand. Die Atmosphäre in der Schwarzwaldhalle blieb dabei trotz ausgelassener Stimmung überwiegend friedlich und entspannt. Das Publikum feierte gemeinsam, sang mit und fieberte bis tief in die Nacht mit.
Musikalisch triumphierte am Ende Dara für Bulgarien mit ihrem Electro-Dance-Track „Bangaranga“. Vor 10.000 Fans in Wien und Millionen Zuschauern weltweit holte sie den ersten ESC-Sieg für Bulgarien. Ihre Performance mit wilden Tanzchoreografien, Masken und harten Beats gehörte zu den spektakulärsten Momenten des Abends.
Für Deutschland verlief der Abend dagegen erneut enttäuschend. Sarah Engels überzeugte zwar mit einer starken und professionellen Performance, landete am Ende aber nur auf Platz 23. Viele Fans waren sich einig, dass weniger der Auftritt als vielmehr der Song zu wenig Ecken und Kanten hatte. Zahlreiche andere Länder präsentierten starke Botschaften oder setzten gezielt auf kulturelle Identität – etwas, das beim deutschen Beitrag vielen fehlte.
Gerade deshalb wurde in Karlsruhe auch darüber diskutiert, ob Deutschland künftig wieder mutiger und entschlossener hinter seinem ESC-Beitrag stehen sollte. Denn an kaum einem anderen Abend kommt Europa musikalisch so eng zusammen wie beim Eurovision Song Contest. Die SWR3 ESC Party zeigte jedenfalls eindrucksvoll, wie groß die Begeisterung für das Event weiterhin ist.
Fotocredits: Ralf Alten

