Die Parkplatzsituation in Stuttgart bleibt ein Dauerbrenner
CDU, Freie Wähler und FDP setzen sich mit einem interfraktionellen Antrag für frische Impulse in der Debatte ein.
Wie die Redaktion aus dem Gemeinderat erfahren hat, fordern die Fraktionen einen Bericht im Stadtentwicklungs- und Technikausschuss noch vor der Sommerpause 2026. Die Stadtverwaltung soll dabei zwei zentrale Fragen klären: Wie hoch ist der Bedarf an Quartiersgaragen in Stuttgart – und lässt sich das Modell des sogenannten Feierabend-Parkens aus Düsseldorf auch in der Landeshauptstadt umsetzen?
Das Konzept wurde dort 2024 erstmals getestet. Die Idee: Parkflächen, die tagsüber von Unternehmen oder öffentlichen Einrichtungen genutzt werden, stehen abends und nachts Anwohnern zur Verfügung. Am nächsten Morgen gehen sie wieder an die ursprünglichen Nutzer zurück. Das Projekt gilt inzwischen als erfolgreich und wird kontinuierlich ausgeweitet.
Die Antragsteller sehen darin auch für Stuttgart großes Potenzial. Zusätzliche Parkmöglichkeiten könnten geschaffen werden, ohne neue Flächen zu versiegeln oder bestehende Stellplätze abzubauen. Gleichzeitig könnte der Parkdruck in vielen Wohngebieten spürbar sinken.
Kritisch sehen die Fraktionen hingegen bisherige Ansätze, bei denen Parkplätze reduziert oder stärker bepreist werden. Ihrer Einschätzung nach verschärft das häufig die Situation in den Quartieren, statt sie zu entlasten.
Fotocredits: Max Kovalenko / LHS

