Yamas, Zisis! – Abschied von der Waldklause
Eine Botnanger Institution verschwindet. Die Schräggastro wird um ein Original ärmer. Der 75-jährige Wirt Zisis geht nach 39 Jahren Waldklause in Rente. Noch im Dezember ist die Schlüsselübergabe an einen Nachfolger aus der Nachbarschaft, der die Waldklause in dieser Form, sprich als Eck- und Raucherkneipe, fortführen möchte. Im März geht Zisis nach 52 Jahren in Deutschland wieder in seine griechische Heimat zurück. Vor der Waldklause-Ära arbeitete er viele Jahre in Speisewagen der Deutschen Bahn.

Zu seinem Abschied machten Thomas Lang und Heiko Volz mit musikalischer Unterstützung von Michael Rödinger eine Bierkrimi-Lesung. Gelesen wurde aus Thomas Langs aktuellem Buch „Goldberg und die Tränen der Madonna“.
Die Waldklause ist Thomas Langs Stammlokal. Wen wundert es da, dass seine Bierkrimis auch hier spielen und sein Protagonist Minkin in der Waldklause regelmäßig einkehrt, Zisis trifft und sich mit ihm berät. Dabei verstehen sich die beiden inzwischen fast schon wortlos.

Thomas Lang lebt und arbeitet in Stuttgart als Anwalt. Er ist Ensemblemitglied beim Stuttgarter Juristenkabarett und schreibt Schräggastro-Kolumnen für ein Stadtmagazin.
Der Autor kannte Zisis und die Waldklause schon bevor er den ersten Krimi seiner „Goldberg-Serie“ schrieb. Inzwischen umfasst die Serie fünf Bände. Ein sechster ist derzeit in Arbeit. „Warten auf Goldberg“ soll im März 2025 erscheinen. Wie es danach weitergeht, bleibt spannend. Wird es dann noch Zisis für Minkin geben?
Heiko Volz, ebenfalls Stuttgarter, durfte Zisis, im Buch Sissi genannt, und fünf weitere Rollen aus dem Krimi lesen. Volz kennt man als Fernsehmoderator, Synchronstimme von Äffle & Pferdle, als den Neckar-Käpt’n- und Pirat Neckarschreck-Darsteller der Neckar-Personen-Schifffahrt Berta Epple und als Kinderbuchautor.
Die Künstler sowie die Gäste der Waldklause – die randvoll war – hatten viel Spaß und Zisis wirkte sichtlich gerührt. Abschiednehmen tut weh.
Bildnachweis: Stuttgart Inside

