27. August 2023 / People

Das Entschärfen von Handgranaten gehört zu ihrer Tagesordnung:

Landeskriminalamt, Kampfmittelräumdienst, Sprengstoff, Munition, Pyrotechnik, Waffe

Veröffentlicht am 27. August 2023 um 10:36 Uhr

 Entschärfungskräfte des Landeskriminalamts Baden-Württemberg im Dauereinsatz

Dem Entschärferdienst des LKA BW obliegt die zentrale Bearbeitung und Untersuchung innerhalb der Polizei Baden-Württemberg, wenn beispielsweise unkonventionelle Spreng- und Brandvorrichtungen, Explosivstoffe, militärische Munition und manipulierte Pyrotechnik im Rahmen eines strafrechtlichen Ermittlungserfahrens als Beweismittel in Betracht kommen.

Darüber hinaus ist der Entschärfungsdienst erster Ansprechpartner in der polizeilichen Bewältigung von chemischen, biologischen, radiologischen und nuklearen Einsatzlagen. Er trifft in diesen Lagen alle notwendigen Sofortmaßnahmen zur Gefahrenabwehr und Strafverfolgung.

Zudem kommt dem Entschärferdienst des LKA BW mit dem dort vorhandenen besonders aus- und fortgebildeten Personal sowie den zentral vorgehaltenen Führungs- und Einsatzmitteln eine zentrale Bedeutung zu. Dies gilt insbesondere für die Bewältigung lebensbedrohlicher Einsatzlagen und bei der Terrorismusbekämpfung.

Durch die organisatorische Anbindung im Kriminaltechnischen Institut des LKA BW wird neben der operativen Ausrichtung auch eine enge Verzahnung mit der sichernden und auswertenden Kriminaltechnik erreicht.

Operative Kompetenz und wissenschaftlich-analytische Qualität garantieren ein beweissicheres Strafverfahren.

Der beim Regierungspräsidium Stuttgart angebundene Kampfmittelbeseitigungsdienst - kurz: KMBD - entschärft und entsorgt Kampfmittel, Munition und Munitionsteile, sofern keine Zuständigkeit des polizeilichen Entschärfungsdienstes gegeben ist.

In die Zuständigkeit des KMBD fallen insbesondere:

  • Bodenfunde von Kampfmitteln, Munition oder Munitionsteilen aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg,
  • Funde von Kampfmitteln, Munition oder Munitionsteilen in Gewässern,
  • beispielsweise Funde von sogenannten Magnetanglern.

Bildnachweis: LKA BW

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