4. Juli 2025 / People

Alt-OB Fritz Kuhn feiert seinen 70. Geburtstag im Rathaus

Empfang im kleinen Rahmen würdigt das politische Lebenswerk des früheren Stuttgarter Stadtoberhaupts

Veröffentlicht am 4. Juli 2025 um 11:16 Uhr

Empfang zum 70. Geburtstag


Am 3. Juli 2025 wurde Alt-Oberbürgermeister Fritz Kuhn anlässlich seines 70. Geburtstags mit einem feierlichen Empfang im kleinen Rahmen im Stuttgarter Rathaus geehrt. Geladen waren Gäste aus Politik, Verwaltung, Kultur und Stadtgesellschaft, die Kuhns Verdienste für die Landeshauptstadt würdigten. Seinen runden Geburtstag hatte Kuhn bereits am 29. Juni gefeiert.

 
Ein Leben für die Politik
Fritz Kuhn war von 2013 bis 2020 Oberbürgermeister von Stuttgart – als erster Grüner an der Spitze einer deutschen Landeshauptstadt. Zuvor war er bereits über Jahrzehnte in der Landes- und Bundespolitik aktiv. Unter anderem war Kuhn Fraktionsvorsitzender der Grünen im Landtag von Baden-Württemberg und im Bundestag sowie Bundesvorsitzender der Partei.

 
Nachhaltigkeit als Leitmotiv
In seiner Amtszeit in Stuttgart setzte Kuhn klare politische Schwerpunkte: nachhaltige Mobilität, bezahlbarer Wohnraum und die Urbanisierung der Energiewende standen im Zentrum. Mit dem Programm „Nachhaltig mobil in Stuttgart“ wurden zentrale Maßnahmen wie das Jobticket, eine Tarifreform im VVS, der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs sowie der Startschuss für eine „echte Fahrradstadt“ angestoßen.

Gleichzeitig betonte Kuhn immer wieder die wirtschaftliche Bedeutung der Automobilindustrie für die Stadt und ihren Wohlstand.

 
Klimaschutz und Energiepolitik
Ein zentrales Projekt war das „Klima-Aktionsprogramm 2019–2023“ mit einem Gesamtvolumen von 200 Millionen Euro. Ziel war es, die CO₂-Emissionen in der Stadt deutlich zu senken und Maßnahmen zur Energieeinsparung und zum verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien voranzutreiben. Auch die Rückgewinnung der Strom- und Gaskonzessionen für die Stadtwerke war ein wichtiger strategischer Schritt.

 
Wohnen, Integration und Kinderfreundlichkeit
Im Bereich Stadtentwicklung setzte sich Kuhn besonders für bezahlbaren Wohnraum ein – unter anderem durch Nachverdichtung und Innenentwicklung, jedoch ohne Eingriffe in großflächige Grünflächen. Der „Stuttgarter Weg“ zur dezentralen Unterbringung von Geflüchteten stand sinnbildlich für seine integrationspolitischen Ambitionen. Die Betreuungsquote für Kinder unter drei Jahren konnte in seiner Amtszeit auf 40 Prozent gesteigert werden.

 
Stadtentwicklung und Kultur
Auch in der Stadtgestaltung hinterließ Kuhn bleibende Spuren: Der Wettbewerb Rosenstein, der Masterplan „Stadt am Fluss“ und die Vorbereitung der Internationalen Bauausstellung 2027 (IBA’27) fielen in seine Amtszeit. Daneben förderte er gezielt die kulturelle Vielfalt und baute Stuttgart als kreativen Standort weiter aus.

 
Zur Person
Fritz Kuhn wurde 1955 in Bad Mergentheim geboren und wuchs in Memmingen im Allgäu auf. Der studierte Germanist und Philosoph war Mitbegründer der Grünen, deren Bundesvorsitzender sowie mehrfacher Fraktionschef auf Landes- und Bundesebene. Er lebt mit seiner Frau Waltraud Ulshöfer in Stuttgart und ist Vater zweier Söhne.



Bildnachweis: Archivbild Stadt Stuttgart

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