ver.di ruft für Donnerstag und Freitag zu Streiks im ÖPNV in BW auf - Abiprüfungen betroffen
Der Tarifkonflikt im öffentlichen Nahverkehr in BW geht weiter. ver.di hat zu weiteren Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Die Arbeitgeber werfen der Gewerkschaft taktische Spiele vor.
Fahrgäste im öffentlichen Nahverkehr in Baden-Württemberg müssen sich erneut auf Einschränkungen einstellen: Für Donnerstag und Freitag hat die Gewerkschaft ver.di wieder zu Arbeitsniederlegungen im ÖPNV in sieben Städten des Landes aufgerufen. Betroffen von dem Ausstand sind die kommunalen Nahverkehrsbetriebe in Stuttgart, Karlsruhe, Heilbronn, Freiburg, Baden-Baden, Esslingen und Konstanz, wie ver.di am Montag in Stuttgart mitteilte. Die Gewerkschaft rechnet damit, dass an beiden Tagen kein Fahrdienst stattfinden wird.
Abiturprüfungen von Streiks betroffen
Auch zahlreiche Abiturientinnen und Abiturienten müssen sich Alternativen zu Bus und Bahn suchen: Denn der Streik fällt auf den Beginn der schriftlichen Prüfungen. Nach Angaben des Kultusministeriums stehen Biologie und Biologie (bilingual Englisch) auf dem Plan. Am Freitag werden Geschichte (bilingual Französisch) und Hebräisch geprüft. Alle anderen Prüfungen an den allgemeinbildenden Gymnasien fallen in die kommenden Wochen.
Der Streikankündigung ging eine Urabstimmung voraus - mit eindeutigem Ergebnis: Rund 93 Prozent der Gewerkschaftsmitglieder in den Nahverkehrsbetrieben sprachen sich laut ver.di für die Möglichkeit unbefristeter Streiks aus. Damit sei das Quorum von 75 Prozent weit überschritten. Während der vierwöchigen Abstimmung hatte es keine Ausstände gegeben.
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