Erste Schulzone für Stuttgart: Pilotprojekt an der Eichendorffschule beschlossen
Stuttgart bekommt seine erste Schulzone: Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Technik hat die Planung für das Pilotprojekt an der Eichendorffschule in Bad Cannstatt beschlossen. Gleichzeitig wurde das stadtweite Konzept „S-Cool Streets“ auf den Weg gebracht, mit dem künftig weitere Schulbereiche sicherer und attraktiver gestaltet werden sollen.
Schulzonen sollen den Autoverkehr rund um Schulen dauerhaft reduzieren und Kindern einen sicheren Schulweg ermöglichen. Vorbilder gibt es bereits in anderen europäischen Städten wie Paris, wo mit den sogenannten „rues aux écoles“ bereits zahlreiche Schulstraßen umgesetzt wurden.
Auch in Stuttgart sollen die Bereiche rund um Schulen künftig möglichst als Fußgängerzonen gestaltet werden. Ziel ist es, sogenannte Elterntaxis zu verringern, Kinder zum eigenständigen Schulweg zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu motivieren und gleichzeitig die Aufenthaltsqualität vor den Schulen zu verbessern.
Eichendorffschule macht den Anfang
Als erstes Projekt wird die Stichstraße im Ebitzweg an der Eichendorffschule in Bad Cannstatt zur Schulzone umgestaltet. Vorgesehen sind neue Bäume, entsiegelte Flächen, Sitzmöglichkeiten sowie Spielelemente. Der Bereich soll grüner, klimaangepasster und zu einem attraktiven Treffpunkt für Schülerinnen und Schüler werden.
Der Radverkehr bleibt weiterhin möglich. Auch Zufahrten zu Lehrerstellplätzen sowie für Liefer- und Entsorgungsfahrzeuge werden berücksichtigt.
Einheitliches Konzept für weitere Schulzonen
Für zukünftige Schulzonen in Stuttgart soll ein eigener Gestaltungsleitfaden entwickelt werden. Schulen, Eltern und Anwohnerinnen und Anwohner werden in die weiteren Planungen einbezogen. Dadurch soll ein stadtweit einheitliches Konzept mit hohem Wiedererkennungswert entstehen.
Die Umsetzung der Schulzone an der Eichendorffschule ist frühestens im Doppelhaushalt 2028/2029 vorgesehen, sofern die notwendigen finanziellen Mittel bereitgestellt werden. Die Kosten werden derzeit auf rund 600.000 Euro geschätzt. Zusätzlich werden mögliche Förderprogramme des Landes geprüft.
Mit „S-Cool Streets“ setzt Stuttgart einen weiteren Baustein für mehr Verkehrssicherheit, nachhaltige Mobilität und kinderfreundliche Stadträume.
Fotocredits: Stuttgart Inside Archiv

