🚦 Schwabtunnel bleibt ohne Umweltspur – Stadt setzt auf Alternativen
Die Stadt Stuttgart verzichtet auf die Einführung einer Umweltspur im Schwabtunnel. Hintergrund ist eine aktuelle Untersuchung, die deutliche Mehrbelastungen für angrenzende Quartiere prognostiziert. Statt einer Sperrung für den Autoverkehr sollen nun bestehende Maßnahmen für mehr Sicherheit und besseren Radverkehr weiter ausgebaut werden.
📊 Untersuchung zeigt deutliche Auswirkungen
Geprüft wurde die Idee, den Tunnel in Fahrtrichtung Stuttgart-West ausschließlich für Linienbusse und Radfahrende freizugeben. Der motorisierte Individualverkehr hätte in dieser Richtung nicht mehr passieren dürfen. Anlass waren unter anderem wiederholte Überholvorgänge von Radfahrenden – trotz geltendem Überholverbot.
Die Zahlen sprechen jedoch eine klare Sprache: Täglich nutzen rund 12.000 Fahrzeuge und mehr als 1.100 Radfahrende die wichtige Verbindung zwischen Süd und West. Bei einer Teilsperrung hätten sich etwa 5.600 Fahrzeuge pro Tag auf umliegende Straßen verteilt. Laut Verwaltung wären mehrere Knotenpunkte dadurch an ihre Belastungsgrenze geraten – mit Folgen für Verkehrsfluss, Lärmentwicklung, Luftqualität und Busverkehr.
Die Ergebnisse wurden am 24. Februar im Ausschuss für Stadtentwicklung und Technik sowie gemeinsam mit den Bezirksbeiräten Süd und West vorgestellt.
🚴 Fokus auf Sicherheit und Radverkehr
Ganz ohne Maßnahmen bleibt der Schwabtunnel allerdings nicht: Bereits im Herbst wurden Tempo 30, zusätzliche Fahrradpiktogramme und Markierungsnägel umgesetzt. Erste Erhebungen zeigen messbare Verbesserungen. Eine umfassende Auswertung soll bis Mitte 2026 folgen.
Darüber hinaus prüft die Stadt weitere Angebote für Radfahrende – insbesondere auf den Zufahrtsstrecken ab dem Erwin-Schoettle-Platz sowie entlang der Rotebühlstraße Richtung Tunnel.
Fazit: Keine Umweltspur im Schwabtunnel – aber ein klarer Fokus auf gezielte Verbesserungen für mehr Sicherheit und nachhaltige Mobilität.
Fotocredits: Fabrice Weichelt/Stadt Stuttgart Archivfoto

